ADB:Sturm, Friedrich (Maler)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Sturm, Friedrich“ von Franz Vallentin (Kunsthistoriker) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 54 (1908), S. 631–632, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sturm,_Friedrich_(Maler)&oldid=- (Version vom 26. Mai 2020, 19:46 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Styger, Martin
Band 54 (1908), S. 631–632 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich Sturm (Maler) in der Wikipedia
GND-Nummer 138571376
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|54|631|632|Sturm, Friedrich|Franz Vallentin (Kunsthistoriker)|ADB:Sturm, Friedrich (Maler)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138571376}}    

Sturm: Friedrich St., Genre- und Decorationsmaler, geboren 1822 in Wien, † am 1. November 1898 zu Weißenbach an der Triesting. Von der Porzellanmalerei ausgehend, wandte er sich dem figuralen Genre zu. Von 1853–59 beschickte er die Monatsausstellungen des österreichischen Kunstvereins mit Genre- und Thierstücken, wie: 1853 Samstag-Nachmittag, 1854 Die Dominospieler, 1855 Dorfschule in Syrmien, Zigeuner vom Markt heimkehrend (vom Kunstverein gekauft), Slavonischer Ziegenhirt; 1856 Scene auf der Puszta, Motiv aus Ungarn; 1859 Das Kostkind. – Die Münchener Kunstausstellung 1858 brachte von ihm den „Heimtrieb ungarischer Schafe in den Schafstall“. Seine Hauptthätigkeit aber entfaltete er auf decorativem Gebiet. Dieses, und mit Vorliebe die Blumenmalerei, machte er auch zum Felde seiner Lehrthätigkeit, als er 1863 gelegentlich der Gründung des österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien durch Eitelberger als Professor an die Kunstgewerbeschule des Institutes berufen wurde. Zu erwähnen ist hier sein Antheil an den Frescomalereien im Hofopernhaus. Ferner enthalten viele Villen und Paläste in und um Wien ihren Plafond- und Wandschmuck nach seinen Entwürfen. Seine decorativen Arbeiten zeichnen sich durch eine fein abgestimmte Farbencomposition und einen gewählten Geschmack aus. Sein Sohn Georg, Professor am Rijksmuseum in Amsterdam, entstammt seiner Schule und bewegt sich auf ähnlichen Bahnen.

[632] Wurzbach, Biograph. Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 40. – Neues Wiener Tagblatt vom 3. November 1898.