ADB:Thile, Adolf von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Thile, Adolf von“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 38 (1894), S. 28, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Thile,_Adolf_von&oldid=- (Version vom 20. Juli 2019, 23:11 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Thietmar
Band 38 (1894), S. 28 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Adolf Eduard von Thile in der Wikipedia
GND-Nummer 138617937
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|38|28|28|Thile, Adolf von|Bernhard von Poten|ADB:Thile, Adolf von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138617937}}    

Thile: Adolf Eduard v. Th., königlich preußischer General der Infanterie, 1783 zu Dresden als Sohn des 1812 zu Görlitz verstorbenen Generalmajors Alexander Heinrich von Thile geboren, ein Bruder des Generals Ludwig Gustav v. Thile, trat 1796 als Gefreiter-Korporal beim Infanterieregimente von Ruits (Nr. 8) in den preußischen Heeresdienst, ward am 6. September 1797 Officier, gehörte 1806 als Adjoint im Generalstabe dem königlichen Hauptquartiere an, war bei Auerstedt und bei Pultusk zur Stelle, ward am 6. August 1807 zum Stabscapitän im Generalstabe befördert, nahm als Major im Stabe des Generals v. Kleist (später Graf Kleist von Nollendorf) am Kriege gegen Rußland theil, in welchem er das Kreuz der Ehrenlegion und den Orden pour le mérite erwarb, machte die Befreiungskriege ebenfalls als Generalstabsofficier und zwar 1813/14 unter Kleist, 1815 unter Blücher mit, war bei den Schlachten von Bautzen, Dresden, Culm, Leipzig, Laon, Paris, Ligny, Belle-Alliance und bei fünfundvierzig weiteren Gefechten thätig und trat, nachdem der Friede geschlossen war, in den Truppendienst zurück. Am 27. Januar 1814 war er Oberstlieutnant, am 31. Mai 1815 Oberst geworden, im schriftlichen Geschäftsverkehr wird er in dieser Zeit als Th. II bezeichnet. Er formierte nun zunächst in Stralsund das 33. Infanterieregiment, dessen eines Bataillon aus schwedischen Truppen bestand, und zu dessen Commandeur er am 5. Januar 1816 ernannt wurde (Lohfeldt, Geschichte des ostpreußischen Füsilierregiments Nr. 33, Berlin 1877), ward 1817 Inspecteur der Landwehr im Regierungsdepartement Oppeln und, nachdem er verschiedene andere Dienststellungen innegehabt hatte, am 3. April 1820 Generalmajor und am 30. März 1832 Generallieutnant geworden war, am 30. März 1838 commandierender General des (brandenburgischen) III. Armeecorps, eine Stellung welche er am 9. Mai 1840 mit der gleichen an der Spitze des VIII. (rheinischen) vertauschte. Nach dem Königsmanöver vom Jahre 1842 wurde er Chef des Infanterieregiments Nr. 30, am 23. September 1847 General der Infanterie. Am 30. März 1848 trat er in den Ruhestand und starb am 24. August 1861 zu Frankfurt a. O. im 78. Lebensjahre.

v. Kleist, die Generale der preußischen Armee, Hannover 1891