ADB:Tuma, Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Tuma, Franz“ von Wilhelm Bäumker in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 38 (1894), S. 781–782, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Tuma,_Franz&oldid=- (Version vom 20. Juni 2019, 06:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Tuluin
Nächster>>>
Tümpling, Adam von
Band 38 (1894), S. 781–782 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg František Ignác Tůma in der Wikipedia
GND-Nummer 118624539
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|38|781|782|Tuma, Franz|Wilhelm Bäumker|ADB:Tuma, Franz}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118624539}}    

Tuma: Franz T. wurde geboren am 2. October 1704 zu Kostelecz in Böhmen, studirte auf dem Jesuitenseminar in Prag und fand unter dem Capellmeister Bohuslaß Czernohorsky Anstellung als Tenorist an der Kirche zum heil. Jakobus daselbst. Nach Beendigung seiner Studien begab er sich nach Wien, wo der Graf Franz Ferdinand Kinsky sich sehr für ihn interessirte und ihn zum Capellmeister Fux schickte, um Contrapunkt zu studiren. Im J. 1741 wurde er Capellmeister der verwittweten Kaiserin Elisabeth und blieb in diesem Amte bis zum Tode derselben (1750). Nachdem er lange im Ruhestande, aber nicht unthätig gelebt, zog er sich 1768 in das Prämonstratenserkloster Geras (Niederösterreich) zurück. Nach Verlauf von sechs Jahren kam er jedoch wieder nach Wien und nahm Wohnung bei den „barmherzigen Brüdern“, starb aber bald darauf im Herbst 1774. Seine Compositionen (Messen, Motetten u. s. w.) für [782] die Kirche, welche sämmtlich Manuscript geblieben sind, waren sehr beliebt. Namentlich werden ein im Auftrage von Maria Theresia componirtes „Miserere“ und die Matutin für die Verstorbenen gerühmt.