ADB:Wölfel, Thomas

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Wölfel, Thomas“ von Friedrich Lauchert in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 43 (1898), S. 790, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:W%C3%B6lfel,_Thomas&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 08:36 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Wölfelin
Band 43 (1898), S. 790 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand März 2016, suchen)
GND-Nummer 103118195
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|43|790|790|Wölfel, Thomas|Friedrich Lauchert|ADB:Wölfel, Thomas}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=103118195}}    

Wölfel: Thomas W., von Wuldersdorf oder Wullersdorf in Niederösterreich, auch M. Thomas de Wuldersdorf genannt, Philosoph und Theologe, † am 31. Mai 1478. W. lehrte an der Universität Wien von 1424–1457 als Magister an der philosophischen Facultät, in welcher Eigenschaft er Vorlesungen hielt über alle Theile der aristotelischen Philosophie, über Naturwissenschaften und Mathematik. In den Jahren 1436, 1441, 1447 und 1453 war er Decan der Facultät, seit 1456 Senior derselben. Auch den theologischen Studien hatte er sich in diesen Jahren schon gewidmet; seit 1431 hielt er exegetische Vorlesungen als Cursor biblicus; 1433 wurde er Sententiarius; er blieb sodann Baccalarius theologiae formatus bis 1448, in welchem Jahre er Licentiat der Theologie wurde; als solcher blieb er aber noch in der artistischen Facultät, bis er zehn Jahre später Doctor der Theologie wurde und als Professor an die theologische Facultät überging, um welche Zeit er auch ein Kanonikat bei St. Stephan in Wien erhalten hatte. 1465 war er Decan der theologischen Facultät; 1467 Vicekanzler; das Rectorat der Universität bekleidete er in den Jahren 1442, 1457 und 1463. – Von seinen Schriften sind einige in der Wiener Hofbibliothek handschriftlich erhalten. Die eine Handschrift (Cod. 4690, Tabulae Codicum manuscriptorum in Bibliotheca Palatina Vindobonensi asservatorum, Vol. III, p. 351; Denis, Codices manuscripti theologici Bibliothecae Palatinae Vindobonensis latini, Vol. II, Pars 2, p. 1336 s.) enthält eine Abhandlung: „Utrum regulae philosophorum et Aristotelis de syllogismis sufficiant generaliter ad catholice syllogisandum in divinis“; Prolusiones und Vorlesungen über die beiden ersten Bücher der Sentenzen, und: Dubiorum circa hos libros solutio. Eine andere Handschrift (Cod. 4694, Nr. 10, Tabulae Codicum etc., Vol. III, p. 351) enthält seine „Positio in suo principio 1433 in librum tertium Sententiarum“.

J. Aschbach, Geschichte der Wiener Universität, Bd. I (1865), S. 557 f. – Wappler, Geschichte der theol. Facultät der k. k. Universität zu Wien (1884), S. 370.