ADB:Wackenroder, Ferdinand

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Wackenroder, Heinrich Wilhelm Ferdinand“ von Carl Oppenheimer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 443–444, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wackenroder,_Ferdinand&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 17:30 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 40 (1896), S. 443–444 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ferdinand Wackenroder in der Wikipedia
GND-Nummer 117086169
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|40|443|444|Wackenroder, Heinrich Wilhelm Ferdinand|Carl Oppenheimer|ADB:Wackenroder, Ferdinand}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117086169}}    

Wackenroder: Heinrich Wilhelm Ferdinand W., Dr. phil., bedeutender Pharmaceut um die Mitte dieses Jahrhunderts, geboren am 8. März 1798 zu Burgdorf im Königr. Hannover. Er studierte 1825–26 in Göttingen; später, nach seiner in Erlangen erfolgten Promotion, war er als Pharmaceut in Celle beschäftigt. Im J. 1828 finden wir ihn als Privatdocent in Göttingen, von wo er noch in demselben Jahre als außerordentlicher Professor nach Jena berufen wurde, das von da bis zu seinem Tode die Stätte seiner Thätigkeit blieb. Er gründete in Jena ein pharmaceutisches Institut, dessen Director er wurde. Daneben bekleidete er seit 1836 eine ordentliche Professur. Außerdem war er Inspector der Apotheken des Großherzogthums Sachsen. Er starb zu Jena am 4. September 1854. Von seinen Schriften sind zu nennen: „Commentatio de anthelminticis regni vegetabilis praemio regio ornata“ (Götting. 1826); „Chemische Tabellen zur Analyse der anorganischen Verbindungen und ausführliche Charakteristik der anorg. Salze, Basen und Säuren“ (1829, 5. Aufl. 1843); „Anleitung zur qualitativen chemischen Analyse“ (1836); „Ausführliche Charakteristik der stickstofffreien organischen Säuren nebst Anleitung zur qualitativen chemischen Analyse“ (1841); „Kleine analytisch-chemische Tabellen etc.“ (1847); „Commentatio de cerevisiae vera mixtione et indole chemica etc.“ (1850); „Chemische Classification der einfachen und zusammengesetzten Körper“ (1851). Ferner gab er das „Archiv der Pharmacie“ heraus und zwar zuerst mit R. Brandes (Bd. XV–XXIV), dann mit Brandes und Bley (Bd. XXV bis XXXII), dann mit Bley allein bis zu seinem Tode. Außerdem schrieb er zahlreiche Aufsätze chemischen und pharmaceutischen Inhalts in einer Reihe von Zeitschriften, z. B. in Kastner’s Archiv, Erdmann’s Journ. f. pr. Ch., Liebig’s [444] Annalen, Trommsdorff’s Neues Journal, Göttinger gel. Anzeigen, Froriep’s Notizen etc. Sein Nachfolger im Amte war sein Schüler Hermann.

Vgl. Poggendorff, Biogr.-litter. Handwörterbuch. – J. Günther, Lebensskizzen der Professoren d. Univ. Jena von 1558–1858.