ADB:Weber, Wilhelm (Nürnberger Spruchsprecher)

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Artikel „Weber, Wilhelm“ von Hugo Holstein in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), S. 358, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Weber,_Wilhelm_(N%C3%BCrnberger_Spruchsprecher)&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 18:29 Uhr UTC)
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Weber: Wilhelm W., Spruchsprecher in Nürnberg, geboren 1602, † am 28. Juli 1661. Als Spruchsprecher versah er ein öffentliches Amt, zu dem er vom Rathe förmlich bestätigt wurde. Dies Amt scheint in der Familie W. erblich gewesen zu sein; sein Großvater Bartel W. und sein Vater Hans W. waren ebenfalls Spruchsprecher, obwol sie auch zu den Meistersängern gerechnet werden. Wilhelm W. hatte eine gute Schulbildung genossen; auf Anlaß seiner Freunde ließ er sich am 29. Juni 1636 auf der Universität Altorf deponiren, im folgenden Jahre lieferte er eine poetische Beschreibung des Depositionsactes (438 Verse), 1647 wurde er vom Pfalzgrafen Dr. Joh. Gabler zum deutschen Dichter gekrönt. Er trat bei Hochzeiten und anderen Festen auf, machte Leichensprüche, Lehrgedichte, politische Gedichte und lieferte von 1639 an bis zu seinem Tode Neujahrswünsche, von denen noch 15 erhalten sind. Die meisten seiner Reimereien bewahren handschriftlich die Stadtbibliothek und das Germanische Museum in Nürnberg.

Holstein, Zeitschr. f. deutsche Philologie XVI (1884), 165–185.