ADB:Westhoff, Elbert Wilhelm

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Artikel „Westhoff, Elbert Wilhelm“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 192–193, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Westhoff,_Elbert_Wilhelm&oldid=- (Version vom 13. Oktober 2019, 20:37 Uhr UTC)
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Westhoff: Elbert Wilhelm W., katholischer Geistlicher, geboren 1801 zu Dolberg im Münsterlande, † zu Neuß am 6. Mai 1871. Er machte seine theologischen Studien im deutschen Collegium zu Rom und wurde dort 1828 Priester und Doctor der Theologie. 1829 wurde er Pfarrvicar zu Lünninghausen in der Diöcese Münster, 1831 Pfarrer zu Diestedde. Er machte sich in weiten Kreisen bekannt und übte einen großen Einfluß durch Abhaltung von geistlichen Uebungen, wie er sie bei den Jesuiten im deutschen Collegium kennen gelernt hatte, für Weltgeistliche und in Seminarien und Ordenshäusern in vielen Theilen von Deutschland. Einige Zeit war W. auch Abgeordneter in Berlin. 1851 ernannte ihn der Erzbischof Geissel zum Regens des Priesterseminars [193] in Köln, nahm ihn 1856 auch mit nach Rom. Seine Ernennung zum Domcapitular wurde bis 1863 in Berlin zurückgehalten. 1868 wurde er wegen Kränklichkeit quiescirt. W. besorgte neue Ausgaben von älteren ascetischen und pastoraltheologischen lateinischen Werken von P. Gregor I. („De cura pastorali“, 1846), Karl Borromäus („Pastorum instructiones“, 1846), der Jesuiten N. Avancini („Vita et doctrina Jesu Christi“, 1844) und A. Bellecius („Medulla asceseos“, 1853). Er veröffentlichte auch eine deutsche Uebersetzung der Betrachtungen des englischen Bischofs Challoner (1848, 6. Aufl. 1873) und ein Gebet- und Erbauungsbuch. Auch als Schriftsteller ließ es W. sich angelegen sein, die streng römischen und jesuitischen Anschauungen zu fördern. Er besorgte eine neue Ausgabe von „Ballerini, De vi ac ratione primatus Romanorum Pontificum et de ipsorum infallibilitate in definiendis controversiis fidei“ (1845) und eine deutsche Uebersetzung der Briefe über die vier gallicanischen Artikel von dem Cardinal Litta (1844).

Literarischer Handweiser 1871, S. 298.