ADB:Westhof, Dietrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Westhof, Dietrich“ von Hermann Keussen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 192, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Westhof,_Dietrich&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 11:23 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 42 (1897), S. 192 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Dietrich Westhoff in der Wikipedia
GND-Nummer 11557140X
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|42|192|192|Westhof, Dietrich|Hermann Keussen|ADB:Westhof, Dietrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=11557140X}}    

Westhof: Dietrich W., Chronist. W. wurde im J. 1509 in Dortmund geboren. Als 1543 der Gerichtsschreiber Wilhelm Lilie wegen Pflichtversäumniß sein Amt verlor, erhielt W., der 17 Jahre lang das Schmiedehandwerk betrieben, aber durch seinen Fleiß sich eine weitergehende Bildung angeeignet hatte, die Stelle. Etwa acht Jahre lang verwaltete er sein Amt mit gutem Erfolge, bis ihn bald nach dem Jahre 1551 die Pest hinwegraffte. In seiner amtlichen Stellung fand er die Anregung zu der niederdeutschen Chronik, die seinen Namen bekannt gemacht hat. Anscheinend hat er hauptsächlich in den letzten Lebensjahren daran gearbeitet und bis zum Jahre 1551 das Werk fortgeführt. Als Muster diente ihm die Koelhoff’sche Kölner Chronik. Dortmunder Nachrichten stehen neben und untermengt mit allgemeinen Geschichtserzählungen, die keinen Zusammenhang mit dem Thema des Chronisten haben. Es fehlt ihm eben jedes eigene Urtheil, sodaß er des mitgetheilten Stoffes in keiner Weise Herr wird. Nur in der großen Vollständigkeit der Sammlung des Dortmunder Materials besteht sein Verdienst. Die Quellen für die frühere Epoche bis zum 15. Jahrhundert sind durchgängig bekannt. Erst von dieser Zeit ab eignet der Chronik ein selbständiger Werth namentlich infolge von Mittheilungen, die offenbar verlorenen Stadtbüchern entnommen sind. Von den späteren Dortmunder Compilatoren Detmar Mülher und J. C. Beurhaus wurde Westhof’s Chronik stark benutzt.

Rübel in den Beiträgen zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark I (1875), 69–72. – Hansen in den Chroniken der deutschen Städte Bd. 20, XXV, XXVI, 147–176.