ADB:Wilczek, Johann Josef Maria Graf von

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Artikel „Wilczek, Johann Joseph Maria Graf von“ von Arthur Goldmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 482–486, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wilczek,_Johann_Josef_Maria_Graf_von&oldid=- (Version vom 4. Juli 2020, 12:58 Uhr UTC)
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Wilczek: Johann Joseph Maria Graf v. W., Sohn des österr. Feldzeugmeisters Joseph Maria Balthasar Grafen v. W. († am 10. Juni 1787), wurde am 18. Juni 1738 zu Groß-Petrowitz in Schlesien geboren. Gleich den meisten seiner Standesgenossen legte er die ersten Etappen der Beamtenlaufbahn viel rascher zurück als es heutzutage unter gleichen Bedingungen möglich wäre: nach Beendigung seiner Studien am Wiener k. k. Theresianum wurde er im J. 1757 zum Beisitzer des niederösterr. Landrechtes, und 1760, also mit 22 Jahren, zum österr. Regierungsrath ernannt. Entscheidend für sein Leben war dann seine Berufung nach Italien, wo er seine zweite Heimath finden sollte; dies geschah im J. 1766 mit seiner Ernennung zum Rath an dem neuerrichteten Consiglio supremo di economia in Mailand. Hier diente er einige Jahre unter dem Präsidenten Grafen Carli, lernte die italienischen Verhältnisse kennen, die gerade damals in der Lombardei einen merklichen Aufschwung nahmen, und wurde mit einem Kreise junger strebsamer Männer bekannt, die für Verbreitung von Litteratur und Wissenschaft unermüdlich wirkten. Indessen hielt es ihn hier nicht lange und er unternahm in Gesellschaft eines jungen Grafen Chotek die übliche Cavaliersreise durch Deutschland, Frankreich und Italien. Auf der Rückfahrt begriffen, führte ein günstiger Zufall die beiden jungen Herren in einem Gasthofe zu Braunschweig mit Lessing zusammen, der in einem launigen Schreiben an Eva König am 25. October 1770 folgendes über sie berichtet: „Zwei Wiener Grafen und kaiserliche Kammerherrn, v. Wilczek und v. Chotek, haben sich auf ihrer Durchreise einige Tage hier aufgehalten und außer dem Beifalle, den sie bei Hofe erhalten … uns alle in Erstaunen gesetzt … Es sind wirklich ein paar vortreffliche Leute, voller Kenntniß und Geschmack. Sie sind auf ihrer Rückreise nach Wien und werden zu Ende künftigen Monats da eintreffen. Erzählen Sie es ja in allen Gesellschaften, wie sehr sie hier gefallen haben, damit ihr guter Ruf ihnen zuvorkomme. E[bert] machte ihnen das Compliment, daß sie eine sehr merkwürdige Ausnahme von ihren Landsleuten wären. Das Compliment war nicht das feinste, aber die Antwort, die ihm der Jüngere, welches der Graf Chotek ist, darauf ertheilte, war desto feiner: „Wir schämen uns, wenn wir es sind“. Der Andere (d. i. Wilczek) ist schon ein Mann und hat Güter in Italien, bei Mailand, wo er sich auch seit neun (!) Jahren aufgehalten, in welcher Zeit er in Wien gar nicht gewesen, so daß ihn vielleicht auch da Niemand kennt“ (Werke XX, 1, 377 H.). Darauf antwortete Eva König, sie wolle es sich recht angelegen sein lassen, den guten Ruf der beiden Herren überall zu verbreiten (das. XX, 2, 401).

In der That erwies sich dieser „gute Ruf“ nicht unwirksam, denn kaum nach Wien zurückgekehrt, wurde W. von der Kaiserin Maria Theresia zum außerordentlichen Gesandten am Hofe ihres Sohnes Leopold, Großherzogs von Toscana ernannt. Nach einer beschwerlichen Reise traf er am 14. März 1771 in Florenz ein, wo ihm der Palazzo alla crocetta als Wohnung eingeräumt wurde. Vom Obersthofmeister Grafen Rosenberg bei Hofe und beim diplomatischen Corps eingeführt, fand der junge Gesandte überall die wärmste Aufnahme, insbesondere gestalteten sich seine Beziehungen zur großherzoglichen Familie, bei der er als Ministre de famille stets freien Zutritt hatte, ungemein herzlich. Nachdem er zu Anfang des Jahres 1772 an einem Ausflug des Großherzogs nach den Maremmen theilgenommen hatte, sah er sich infolge einer ernstlichen Erkrankung seines Vaters genöthigt, einen längeren Urlaub zu einer Reise nach Wien zu erbitten, den er im Mai d. J. antrat, gewiß ohne zu ahnen, daß damit seine Mission beendigt war.

Während seines Aufenthaltes in Wien war nämlich von irgend einer Seite, vielleicht von der Kaiserin selbst, der Wunsch geäußert worden, W. möge das [483] Amt eines Ajo bei den Söhnen des Großherzogs Leopold, den „enfants de l’état“ übernehmen, von denen der älteste, Eh. Franz, als präsumtiver Thronfolger angesehen wurde. Die Verhandlungen mit W. fanden im Sommer 1772 statt, und er überreichte der Kaiserin ein Promemoria, eine Art Erziehungsplan, worin er vollkommenes Vertrauen von Seiten der Eltern und die Genehmigung seiner Erziehungsgrundsätze ein für allemal zur unerläßlichen Bedingung machte; mehr wissen wir leider vom Inhalt dieses, heute nicht mehr auffindbaren Schriftstückes nicht. Anfangs meinte zwar Kaiser Joseph seinem Bruder gegenüber, er kenne W. viel zu wenig, um für oder gegen ihn etwas zu sagen und er wolle auch nicht der Entschließung der Eltern vorgreifen; Leopold selbst wäre der beste Erzieher seiner Kinder. Allein während einer Unterredung mit W., die in Laxenburg stattfand, empfing Joseph gerade nicht den günstigsten Eindruck von dem offenherzigen, leicht entzündlichen Prinzenerzieher, der ihm alle Ruhe verloren zu haben schien und eine Heftigkeit an den Tag legte, die ihn unangenehm berührte. Die nächste Folge davon war, daß Leopold die Verhandlungen mit W. fallen ließ, denn auch er hielt ihn jetzt für zu unruhig und voreingenommen (trop prévenu ou inquiet); die entferntere Folge war, daß nun auch die Kaiserin nach dieser fatalen Ablehnung ihn nicht länger in Florenz lassen zu dürfen glaubte, sondern den Wunsch aussprach, er möge nur noch zu einem kurzen Abschied nach Florenz zurückkehren, dann aber in Wien bleiben. Am 29. October 1772 ernannte sie ihn in dieser Absicht proprio motu zum Hofrath bei der obersten Justizstelle und Kaiser Joseph nahm ihn unter seine Kämmerer vom inneren Dienste auf (v. Arneth, M. Theresia und Joseph II., 1, 378 ff.). Damit schienen die „apparences désagréables“ einer so plötzlichen Abberufung einigermaßen abgeschwächt – zugleich aber auch Wilczek’s diplomatische Laufbahn abgeschlossen.

Indessen nur für kurze Zeit, denn Maria Theresia kannte W. besser als Joseph und rechnete trotz des unangenehmen Vorfalles auf seine unbedingte Treue und Ergebenheit. Nun begann gerade damals ihre Tochter Maria Karoline, Königin beider Sicilien, an den Staatsgeschäften ihres Landes größeren Antheil zu nehmen, wobei die zwanzigjährige Frau wohl eines erfahrenen Beistandes nicht entrathen konnte; ein erprobter Vermittler war nothwendig, der die Beziehungen zwischen den beiden engverwandten Staaten aufrecht erhalten und den Einfluß Spaniens einigermaßen herabmindern sollte. Dazu erschien ihr W. durchaus geeignet. Die undankbare Rolle eines bloßen Tugendwächters, wie man bisweilen geglaubt hat, war ihm wohl nicht zugedacht. Klar und deutlich heißt es in seiner Instruction „er habe der Königin bei erforderlichen Gelegenheiten zu all demjenigen mit vernünftigem Rathe an die Hand zu gehen, was die Liebe des Königs, ihres Gemahls, die Wohlfahrt der Unterthanen und ihr eigenes Vergnügen befördern kann, ohne jedoch selbige in Geschäfte weiter als es die Noth erheischet, zu verflechten oder zu gegründeten Beschwerden Anlaß zu geben“. (Wiener Staatsarchiv.)

Die bevorstehende Entbindung der jungen Königin mahnte zur Eile; W. reiste so rasch als möglich nach Neapel, wo er am 21. Juli 1773 eintraf und sich in seinem neuen Wirkungskreise gar bald zurechtfand. Insbesondere beurtheilte er ganz richtig die geistige Capacität des gutmüthigen Königs Ferdinand und die Unterwürfigkeit, in der ihn Spanien festhielt, sowie den „mächtigen und unvermeidlichen Einfluß des spanischen Hofes“ (Wilczek’s Bericht bei v. Helfert, Zeugenverhör S. 341). Wo er konnte, arbeitete er diesem entgegen. Als im J. 1775 eine Reise des Königspaares nach Madrid geplant wurde, wies er rechtzeitig auf die dortigen höchst unerfreulichen Verhältnisse hin und bewirkte dadurch, daß die Kaiserin wenigstens ihre Tochter von diesem Vorhaben abhielt, [484] worauf dann die ganze Reise unterblieb (v. Arneth, M. Antoinette II, 294). Nichts konnte der Kaiserin erwünschter sein, als daß sich zwischen W. und ihrer Tochter ein freundliches Einverständniß entwickelte, ohne daß W. sich durch diese guten Beziehungen abhalten ließ, gelegentlich auch etwas Ungünstiges über die leichtlebige Königin zu berichten und ohne daß Maria Karoline aufhörte in ihm den Vertrauensmann ihrer Mutter zu erblicken, der ihr sogar „von amtswegen“ manchesmal lästig fallen mußte, aber dafür auch, wenn es nothwendig war, ihrem überschäumenden Temperament eine gelinde Mäßigung auferlegte (v. Arneth, M. Theresia an ihre Kinder II, 378).

Es ist leicht begreiflich, daß W. das ehrenvolle Vertrauen einer so eigenthümlichen Stellung zu schätzen wußte, daß er aber auch alles damit verbundene Unangenehme zu kosten bekam; es gehörte auch ein ganz ungewöhnliches Maß von Tact und Geschicklichkeit dazu, um auf dem schwankenden Boden überhaupt festen Fuß zu fassen; sich längere Zeit zu behaupten, wo man auf der einen Seite zugeknöpft, auf der anderen indiscret und in den Augen der Staatsregierung als unberufener Eindringling erschien, war ein Ding der Unmöglichkeit. Schon im März 1776 glaubte die Kaiserin, die Intimität zwischen ihrer Tochter und ihrem Gesandten sei nicht mehr die alte, er zeige sich sogar ihr gegenüber reservirter als sonst, und ihre Verlegenheit war umso größer, weil sie weder den Grund dieser Verstimmung kannte, noch einen Ersatz für W. wußte (v. Arneth, M. Theresia an ihre Kinder II, 414). Auch wir sind nicht in der Lage die einzelnen Phasen von Wilczek’s Mission genauer zu schildern, möchten aber doch ein anscheinend nebensächliches Moment hervorheben, wodurch W. allen Anlaß hatte, verstimmt zu werden. Abgesehen von den Fragen der hohen Politik war ihm nämlich von seiner Regierung die Beendigung eines langwierigen Processes ans Herz gelegt worden, den das Triester Handlungshaus Brentani seit Jahren gegen den neapolitanischen Staat wegen nicht bezahlter Getreidelieferungen führte. Die Sache zog sich unter Tanucci, Wilczek’s politischem Widersacher, begreiflicherweise ins Endlose und wollte auch unter dessen Nachfolger Sambuca nicht zu Ruhe kommen, obwohl W. als alter gesetzeskundiger Jurist mit einem schönen Eifer für die gerechte Sache seines Clienten sich aller möglichen Triebfedern bediente und wiederholt in Privataudienzen beim Königspaare sich ganz unumwunden über die verrotteten Rechtszustände im Neapolitanischen äußerte, wodurch er aber nur das eine erzielte, daß man schließlich auch ihn, wie einen ewigen Querulanten, nicht weiter hören mochte. Kein Zweifel, daß dieser peinliche, mit allen rabbulistischen Kniffen bis zu den höchsten Instanzen geführte Proceß neben anderen Ursachen ihm den Aufenthalt in Neapel verleidet haben muß. Zu Beginn des Jahres 1777 bat er wegen seiner angegriffenen Gesundheit um einen Urlaub zu einer Reise nach Wien, blieb aber dann noch eine Zeit lang auf seinem schwierigen Posten, um wieder einmal eine Entbindung der Königin abzuwarten oder vielmehr, weil er – obwohl ganz vergeblich – auf eine Beilegung des verworrenen Handels hoffte, reiste dann am 22. September von Neapel nach Wien, wo er fast ein ganzes Jahr zubrachte, so daß er erst am 28. Juli 1778 wieder in Neapel eintraf, wo unterdessen sein Secretär v. Rottenburg die Geschäfte besorgt hatte. Am 9. September wurde W. vom Königspaare in Abschiedsaudienz empfangen und mit dem in Brillanten gefaßten Bildnisse des Königs beschenkt; am 21. verließ er die Stadt für immer.

Ein merkwürdiges Geschick führte ihn nun wieder dorthin zurück, wo er seine Laufbahn begonnen hatte, nach Mailand; er trat als Obersthofmeister der Erzherzogin Maria Beatrix von Este, der Gemahlin des Erzherzogs Ferdinand, in die Dienste des dritten und jüngsten der österreichischen Höfe in Italien. Ein Jahr später wurde er Consultore des Mailänder Guberniums; er war schon damals [485] zum Nachfolger des kränklichen Grafen Firmian designirt, an dessen Stelle er am 29. Juli 1782 als Reichsplenipotentiär und bevollmächtigter Minister trat. Wie in seinen früheren Stellungen, so war er auch jetzt beim Erzherzog-Gouverneur Freund und Berather zugleich, und ordnete das Finanzwesen zur Zufriedenheit der Kaiserin. Als Minister entfaltete er eine geradezu staunenswerthe Thätigkeit, über deren Umfang man aus einer großen Reihe von Actenfascikeln des Wiener Staatsarchivs, die seine Berichte an den Fürsten Kaunitz enthalten, annähernd einen Ueberblick gewinnt. Kein Gebiet der Verwaltung blieb ihm fremd, insbesondere interessirte er sich für Handel und Industrie, deren Wohlfahrt die österreichische Regierung mit den größten Opfern zu fördern bedacht war, für die großartigen Straßenbauten, gewerblichen Etablissements, Straf- und Arbeitshäuser, Postwesen u. s. w., worauf hier nicht näher eingegangen werden kann. So wirkte er bis zum letzten Athemzuge der österreichischen Herrschaft in der Lombardei und verließ erst als die französischen Befreier vor den Thoren waren, das Land (Ende April 1796). „Die Regierung reist ab, und W. schnürt sein Bündel“, schrieb damals der patriotische Pietro Verri (Lett. e scritti ined. IV, 204. 205).

Damit war Wilczek’s öffentliches Wirken abgeschlossen. Fast ein Decennium verbrachte er in völliger Abgeschiedenheit, mit Privatangelegenheiten beschäftigt, und erst im J. 1811, am 7. Februar, ernannte ihn Kaiser Franz zum Obersthofmarschall, nachdem er ihn bereits im J. 1792 unter die Ritter des goldenen Vließes aufgenommen hatte. Am 2. Februar 1819 beschloß W. zu Wien sein dem Dienste des Vaterlandes gewidmetes Leben. Er war zweimal verheirathet gewesen: seine erste Gemahlin Theresia, Tochter des Fürsten Wenzel Franz von Clary-Aldringen, starb kinderlos im August 1790; seine zweite Gemahlin Maria Luise Beatrix, Tochter des Grafen Johann v. Hardegg, gebar ihm am 10. April 1800 eine Tochter Louise, die sich nachher mit dem Grafen Alois Almásy vermählte.

Als die hervorstechendsten Züge in Wilczek’s Charakterbild erscheinen uns seine Pflichttreue, sein liebenswürdig offenes Wesen und sein unerschütterliches Vertrauen auf die Ehrenhaftigkeit aller Personen, mit denen er in Berührung kam; weil er selbst stets das Rechte that, setzte er es von jedem Anderen voraus und hatte er einmal Jemanden in sein Vertrauen gezogen, so konnte ihn nicht einmal offenbarer Mißbrauch gegen den Unwürdigen, auf den man öffentlich mit Fingern zeigte, aufbringen. Er war kein Menschenkenner, infolge dessen zwar ein nachsichtiger, bei seinen Beamten beliebter Chef, aber ein mittelmäßiger Diplomat, dessen Missionen glücklicherweise von keiner besonderen Tragweite waren. Was ihn am meisten fesselte war oft nur der Esprit, daher seine Vorliebe für Schriftsteller, Künstler, Erfinder, überhaupt für Leute von Geist; die Litteraten ehrten ihn wieder dadurch, daß die Crusca ihn während seines Aufenthaltes in Florenz zum Mitglied wählte, womit die berühmte Akademie, wie v. Reumont (Beiträge VI, 212) bemerkt, nach langer Pause die Beziehungen zu Deutschland wieder aufnahm. Von seinem litterarischen Briefwechsel ist leider alles bis auf ein armseliges Fragment in Metastasio’s Correspondenz (0pp. postume III, 225) verschwunden. Ob er dem Freimaurerorden angehörte, ist mehr als zweifelhaft; die revolutionäre Bewegung in Frankreich verurtheilte er entschieden und nannte sie „das französische Delirium“ (v. Helfert, M. Karoline, Wien 1884, S. 36).

Nekrolog vom Kanzleidirector des Obersthofmarschallamtes Diller in der Wiener Zeitung vom 17. Februar 1819, Nr. 38. – Realis, Curiositätenlexikon, Wien 1849. – v. Wurzbach, biogr. Lexikon 56, 115. – F. v. Maasburg, Gesch. d. obersten Justizstelle, 2. Aufl. (Prag 1891), S. 142. – v. Arneth, Publicationen des Briefwechsels der Kaiserin Maria Theresia. – v. Helfert, Darstellungen der Geschichte der Königin Maria Karoline. – [486] Acten des k. u. k. Wiener Staatsarchivs und des gräfl. Wilczek’schen Familienarchivs. – In einem Katalog des Mailänder Antiquars Hoepli (Nr. 102) findet sich die Schrift: J. C. Wilczek, Imp. Caes. Josephi II. laudatio funebris, Papiae 1790, 4°, ich weiß nicht, ob von W. verfaßt oder unter seinen Auspicien.