ADB:Zauner, Edmund

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Zauner, Edmund“ von Friedrich Lauchert in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 44 (1898), S. 725–726, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Zauner,_Edmund&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 01:25 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 44 (1898), S. 725–726 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand September 2013, suchen)
GND-Nummer 130155411
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|44|725|726|Zauner, Edmund|Friedrich Lauchert|ADB:Zauner, Edmund}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=130155411}}    

Zauner: Edmund Z., Benedictiner, geboren am 1. Januar 1694 zu Vilsbiburg in Niederbaiern, † am 5. August 1765. (So J. Th. Zauner und Sattler; Baader: 5. August 1761.) Z. legte am 5. October 1713 in dem Benedictinerkloster St. Veit a. Rott bei Neumarkt in Niederbaiern die Ordensgelübde ab. Später wurde er im Lehrfache verwendet. Nach sechsjähriger Lehrthätigkeit am Gymnasium zu Salzburg wurde ihm im November 1734 das Lehramt der theoretischen Philosophie in der philosophischen Facultät der dortigen Universität übertragen, welches Lehramt er zwei Jahre lang verwaltete. Im [726] letzten Jahre war er auch Decan der Facultät. Am Ende des Jahres 1736 kehrte er in sein Kloster zurück, in welchem er auch später als dessen Prior und Senior starb. — Z. ließ in den Jahren 1731–1736 eine Anzahl von philosophischen Disputationen drucken, die bei Sattler am vollständigsten verzeichnet sind. Dieselben bewegen sich theils auf dem Gebiete der Logik, theils auf dem der Metaphysik, im Geiste der thomistischen Philosophie. Davon seien genannt: „Disputatio menstrua de quidditate praemotionis physicae“ (Salisburgi 1732); „Disputatio menstrua: Creata libertas praemota“ (Salisburgi 1732); „Disputatio menstrua de logica, an huic in rigore Aristotelico acceptae convenire queat ratio scientiae“ (Salisburgi 1735). Die letzte dieser Dissertationen, die er am Schluß seines philosophischen Curses als Professor drucken ließ, ist der „Fasciculus quaestionum philosophicarum, quem ex universa philosophia collegit“ (Salisburgi 1736), worin 5 Fragen ex logicae prolegomenis, 4 de ente rationis, 4 de universalibus, 10 ex physica, 6 ex libris de anima, 2 ex metaphysica behandelt sind. Sattler nennt von ihm auch ein Werk: „Philosophiae peripatetico-Thomisticae partes 5“ (Salisb. Fol. Etiam sub titulo.) „Salisburgensis Thomista philosophus, seu universa philosophia peripatetico-Thomistica in 5 partes divisa“

(J. Thadd. Zauner), Verzeichniß aller akademischen Professoren zu Salzburg (Salzburg 1813), S. 19 f. – Cl. A. Baader, Lexikon verstorbener baierischer Schriftsteller, Bd. II, 1 (1825), S. 239 f. – Aug. Lindner, Die Schriftsteller des Benedictiner-Ordens im heutigen Königreich Bayern, Bd. II (Regensburg 1880). S. 6. – Magnus Sattler, Collectaneen-Blätter zur Geschichte der ehemaligen Benedictiner-Universität Salzburg (Kempten 1890), S. 314 f.