ADB:Zdekauer, Nicolaus Theodor

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Artikel „Zdekauer, Nicolaus Theodor“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 55 (1910), S. 401, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Zdekauer,_Nicolaus_Theodor&oldid=- (Version vom 26. Mai 2019, 06:24 Uhr UTC)
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Zdekauer: Nicolaus Theodor Z., angesehener Arzt und Kliniker zu St. Petersburg, geboren zu Sweaborg am 17. März 1815, studirte 1833 bis 1839 auf der medicinisch-chirurgischen Akademie in St. Petersburg, in Berlin und Wien unter Seidlitz, Romberg, Skoda, Rokitansky, wurde 1838 Arzt 1. Classe, promovirte 1842 mit der Dissertation „De scrophulosi“, war 1842–60 Professor der allgemeinen Pathologie und Therapie und propädeutischen Klinik, 1860–64 Professor der Hospitalklinik an der medicinisch-chirurgischen Akademie in St. Petersburg, seit 1861 consultirender Leibarzt des Kaisers, seit 1884 Präsident des Medicinalrathes und starb am 15./27. Januar 1897, nachdem er sich seit etwa 1887 von der Praxis zurückgezogen und größtentheils in Zarskoje-Selo zugebracht hatte. – Von seinen litterarischen Arbeiten seien angeführt: „Klinischer Bericht von 1844–45“; „Zur Diagnostik der Herzkrankheiten“ (beides in den Annalen der medic.-chirurgischen Akademie 1845, russisch). Nach einer wissenschaftlichen Reise im Auslande lieferte er den ersten russischen Bericht über Ventilation und Heizung der Hospitäler, sowie über Drainage, die alsbald durch die Mitwirkung der Generale Todleben und Jewreinoff in der Akademie, in Palästen, Kasernen, Hospitälern, Gebärhäusern und Theatern ihre Anwendung fand. „Zur Therapie der Lungenblutung“ (Wiener med. Wochenschrift, 1861); „Bericht über eine Pockenepidemie im Zarskoje-Seloschen Kreise“ (1866, russisch); „Galvanoplastische Behandlung der Aortenaneurysmen“ (St. Petersburger medic. Zeitschr. 1869, XVI); „Ueber Fischgift“ (Annalen der naturforsch. Gesellschaft St. Petersburg 1875); „Traitement prophylactique du choléra“ (Comptes rendus des Brüsseler Congresses von 1876). – Seit 1878 war Z. Stifter und Präsident der Allerhöchst bestätigten Russischen Gesellschaft zur Wahrung der Volksgesundheit und Mitglied der Hauptverwaltung der russischen Gesellschaft des rothen Kreuzes, seit deren Gründung.

Vgl. Biogr. Lexikon, hsg. von J. Pagel, S. 1891.