Allgemeines Deutsches Kommersbuch:203

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 404, 405
<< Zurück Vorwärts >>
De Schauenburg Allgemeines Deutsches Kommersbuch 200.jpg
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

[404]

kreuz=bra=ve Tu=gend hat mi her=gführt zu dir, dei
kreuz=bra=ve Tu=gend hat mi her=gführt zu dir.

     2. Blondkopfet, blauauget, a Rösle im Gsicht, i kann der net feind
sein, weil gar so nett bist. Je höher der Kirchturm, desto schöner das
Gläut, |: je weiter zum Diendel, desto größer ist d'Freud. :|

     3. Und wenn du mit dein'm Herzle so neidig willst sein, so nimm
a Papierle, und wickel's drein nei, und thu's in a Schachtel, und bin
es fest zu, so kommt dir dei Lebtag kei Mensch net dazu.


          445.     Frohe Botschaft.

     Leicht bewegt. Nach Wenzel Müller.

     1. Chimmt a Vo=gerl ge=flo=gen, setzt sich nied'r auf mein'n
Fuß, hat a Zetterl im Go=scherl und vom Diarndl an Gruß.
 
     2. Und a Büchserl zum Schießen, und a Straußring zum Schlagn,
und a Diarndl zum Liebn muß a lustger Bua han.

     3. Hast mi allweil vertröstet uf die Summeri=Zeit, und der Sum=
mer is chimma und mein Schatzerl is weit.

     4. Daheim is mein Schatzerl, in der Fremd bin i hier, und es
fragt halt chein Chatzerl, chein Hunderl nacher mir.

     5. Liebs Vogerl, flieg weiter, nimm a Gruß mit, a Kuß! Und
chan die nit b'gleita, weil i hierbleibi muß.


          446.     Müllers Abschied.     (III. 66.)

     Gemütlich.

     1. Da dro=ben auf je=nem Ber=ge da
     da schau=en wohl al=le Früh=mor=gen drei

[405]

steht ein gol=de=nes Haus,
     schö=ne Jung=frau=en her=aus; die ei=ne die
hei=ßet E=li=sa=beth, die and=re Bernhar=da mein,
die drit=te, die will ich nicht nen=nen, die
sollt mein ei=gen sein.
 
     2. Da unten in jenem Thale da treibt das Wasser ein Rad; das
treibet nichts als Liebe vom Abend bis wieder an Tag. Das Rad
das ist gebrochen, die Liebe die hat ein End, und wenn zwei Liebende
scheiden, sie reichen einander die Händ!

     3. Ach Scheiden, ach Scheiden, ach Scheiden! wer hat doch das
Scheiden erdacht? Das hat ja mein jungfrisch Herzelein so frühzeitig
traurig gemacht. Dies Liedlein hat hier ein Ende, es hat's wohl ein
Müller erdacht, den hat des Müllers Töchterlein vom Lieben zum
Scheiden gebracht.

Wunderhorn.


          447.     Lied der Landsknechte.

J. H. Stunz.

     1. La la la la la la la la la la la la la
la la la la la la la la la la la la la la la
la la la la la la. Das Käuz=lein laß ich