Am 30. März 1798

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Textdaten
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Titel: Am 30. März 1798
Untertitel:
aus: Friedrich Schiller:
Musen-Almanach für das Jahr 1799, S. 188
Herausgeber: Friedrich Schiller
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1799
Verlag: J. G. Cotta
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Erscheinungsort: Tübingen
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Quelle: HAAB Weimar, Kopie auf Commons
Kurzbeschreibung:
Die Identität des Autors ist bis heute ungelöst.
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[188]
Am 30. März 1798.


     Es kehret des Winters trübe Gramgestalt
Auf Fluren, denen der Lenz schon lächelte;
Und Beete, wo manch Keimchen die Erde hob,
Frieren nun unter des Schnees Decke.

5
Wollüstig berührte zarter Frühlingshauch

Der Pflanze schwellende Knosp’ und Thier und Mensch:
Da stürmte kalter Ost in den Frühlingstag,
Drängend zurück das genahte Leben.
     Wann Geniuskraft des Jünglings Adern schwellt,

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Und ihm für Freiheit und Recht den Laut beseelt;

Dann haucht sein Gift der Herrschenden Todesfrost
Ueber des Genius Glutgedanken.

A. GR.