Am Grabe eines Lehrers

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Am Grabe eines Lehrers
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 203–204
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[203]
Am Grabe eines Lehrers.


Wir senken in das stille Grab
Des Wandrers müden Leib hinab,
Der für der Hoffnung Sternenland
Nicht mehr den schweren Kampf bestand.

5
Durch seinen Tod sind wir verwaist

Um einen schönen, edlen Geist,
Der, frei und rege lebenslang,
Der Erdenweisheit Nacht durchdrang.

Still abgeschieden von der Welt,

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Hat er ihr manchen Stern erhellt,

Der ihr zu der Erkenntniß Bahn
Hat neue Wege kund gethan.

Des Lebens Wesen klar zu schau’n,
Den Geist im Menschen anzubau’n,

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Zu klären ihm der Sprache Licht,

Das schuf er sich zur frommen Pflicht.

Zu früh für seinen Geist gebot
Der Krankheit Macht und nun der Tod,
Zu scheiden ihm von lieber That;

20
Doch reich gestreut ist seine Saat.


[204]
Der stillen Forschung Heiligthum

Bewahret seiner Wirkung Ruhm,
Und was er dachte, was er sprach,
Blüht in der Nachwelt Geist ihm nach.

25
Die Liebe weinet in sein Grab

Des Dankes Schmerz und Harm hinab.
Doch lebt sein Bild in ihr, wie dort,
Im Segen seines Geistes fort.