Am Grabe eines Reichen

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Am Grabe eines Reichen
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 205–206
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[205]
Am Grabe eines Reichen.


Beneide nicht den Reichen,
Auch ihn ereilt das Grab;
Es nimmt das Land der Leichen
Auch ihm die Habe ab.

5
Doch seinen Ruhm beneide,

Den Ruhm der Menschlichkeit,
Der ihm als Sieg’sgeschmeide
Folgt in die Ewigkeit.

Der in des Lebens Stille

10
Mit Epheu ihn geschmückt,

Der mit der Gaben Fülle
Der Menschen viel’ beglückt.

Beneidet ihm den Frieden,
Den ihm die Frömmigkeit,

15
Sein edles Herz beschieden

In steter Heiterkeit.

Beneidet ihm die Freude,
Des Nächsten Glück zu sein,
Und seine Augenweide,

20
Den Armen zu erfreun.


[206]
Beneidet ihm die Thränen,

Die ihm die Dankbarkeit,
Die ihm der Liebe Sehnen
Nun an dem Grabe weiht.

25
Beneide ihm die Krone,

Die Bürgerkrone ihm,
Ob der an Gottes Throne
Ihn grüßen Cherubim.

Beneidet ihm des Kranzes

30
Zum Stern verklärtes Licht,

Uns strahlend voll des Glanzes,
Als Stern der Menschenpflicht.

Ehrt ihn, und thut desgleichen
Nach eurer Macht und Kraft;

35
Heil! wer an edlen Leichen

Empor zu Gott sich rafft.