An Eugenien (Wenn meine Seel)

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Textdaten
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Autor: Andreas Gryphius
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Titel: An Eugenien
Untertitel:
aus: Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Ander Buch. S. 33
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1658
Verlag: Johann Lischke
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Erscheinungsort: Breßlau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Überschriebene e über a, o und u wurden als moderne Umlaute transkribiert.
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VIII. An Eugenien.

WEnn meine Seel in euch / mein Licht wie kan ich leben?
     Nun das Verhängnüß mich so ferne von euch reißt.
     Wie kan ich frölich seyn / wenn ihr mir euren Geist
Nicht für den meinen woll’t / (den ihr gefangen) geben?

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Man siht mich hier / doch nur als ein Gespenste schweben.

     Als ein verzaubert Bild / daß sich beweglich weißt
     Durch frembder Künste Macht / diß was man sterben heißt
Kan meine Schmertzen wol / nicht meine Flamm’ auffheben.
     Klagt euch das Hertze nicht / daß ihr in Bande legt

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     Wie scharff die Geissel sey die meine Glieder schlägt?

Doch nein! es ist zu schwach / sein Elend auß zusprechen.
     Es weiß nichts mehr von mir / es kennt euch nur allein /
     Es freu’t sich seiner Angst / vnd wündschet diese Pein
Der Bande / durch ein Band / das ewig sey / zu brechen.