An H. Christoph von Dihr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Andreas Gryphius
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: An H. Christoph von Dihr
Untertitel:
aus: Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Ander Buch. S. 31f.
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1658
Verlag: Johann Lischke
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Breßlau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Überschriebene e über a, o und u wurden als moderne Umlaute transkribiert.
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

[31]

V. An den HochEdlen Gestrengen vnd Groß-Achtbaren / etc. H. Christoph von Dihr / in Streidelsdorff Röm. Käys. Maytt. würcklichen Rath / vnd Beysitzern deß Königlichen Manngerichts in dem Fürstenthumb Glogau: vor meiner Abreise in Niederlandt /
IV. Maij Anno cIɔ Iɔc XXXVIII.

IHr Nordstern letzter Zeit / deß Vaterlandes Stütze:
     Die einig noch nicht bricht / nun Kirch vnd Haus verfällt
     Den Ach vnd Noth nicht pocht. O vnerschreckter Held /
An dem man einig sieht wie steiff sich Tugend schütze:

5
[32]
Ihr / der vns lehrt was Kunst Hoch-Edlem Blutte nütze;

     Herr / dessen Lob / die itzt noch vngebor’ne Welt
     Wird rühmen / wenn wir Staub / Ade! ich muß ins Feld /
Mein hart Verhängnüß rufft mich wider an die Spitze.
     O Vater gute Nacht! der mich itzt von Euch reißt

10
     Vnd durch die wilde See in ferne Grentzen weißt /

Erhalte diese Hand die ich so traurig küsse.
     Ich wündsche nicht nur mir. Sol vnser Leid vergehn
     So muß durch euren Rath / was liegt vnd sinckt auffstehn /
O! daß mein Land mit mir / euch doch bald frölich grüsse!