An die Muse II (Weiße)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<<
Autor: Christian Felix Weiße
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: An die Muse
Untertitel:
aus: Scherzhafte Lieder.
S. 154
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1758
Verlag: Weidemann
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[154]
An die Muse.


Hier nimm die sanfte Leyer wieder,
O Muse, die du mir geliehn:
Nun sing ich weiter keine Lieder,
Die von der Jugend Freuden glühn.

5
Verzeih, wenn ich zu schwach gespielet:

Die Liebe fodert unser Herz:
Das wenigste hab ich gefühlet;
Das meiste sang ich blos aus Scherz.

Von Waffen und vom Haß umgeben,

10
Sang ich von Zärtlichkeit und Ruh:

Ich sang vom süßen Saft der Reben,
Und Wasser trank ich oft darzu.

Kömmt einst der goldne Friede wieder,
Fühl ich einst gar der Liebe Glück:

15
Vielleicht wag ich dann schönre Lieder:

Dann, Muse, gieb mir sie zurück!