BLKÖ:Čermák, Jaroslau

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Čermak
Band: 2 (1857), ab Seite: 321. (Quelle)
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Čermák, Jaroslau[WS 1] (Maler, geb. in Böhmen). Zeitgenosse. Die erste Aufmerksamkeit erregte sein Bild: „Lomnicky“. Es stellt den Dichter Simon Lomnicky bettelnd an der Prager Brücke vor, und fand in der Prager Kunstausstellung allgemeine Anerkennung, und später (1853) auf der Pariser Ausstellung. Seit dieser Zeit wurde Č.’s Name auch im Auslande bekannt, u. besonders seitdem einige seiner Bilder auch in der Brüsseler Kunstausstellung ausgestellt gewesen. Die „Indépendance Belge“ spricht von demselben mit großer Wärme, und stellt Čermak an die Seite der berühmtesten Meister. Im Jahre 1854 schrieb die Pariser Zeitschrift „L’Illustration“ über ein anderes Bild dieses Künstlers: „Herr Čermak, man muß es gestehen, ist ein Meister in seiner Kunst. Sein Bild stellt uns vor: Die Verbreitung des katholischen Glaubens in Böhmen, nämlich die Bekehrung der böhmischen Protestanten zum katholischen Glauben, nach der Schlacht am weißen Berge. Den Stoff dazu nahm er aus den Chroniken seiner Heimat; car ce jeune homme, habitant de Bruxelles et élève de Gallait, est un fils de la race heroique, qui a produit Jean Huss, Procope et Žižka.“ Es stellt uns die überwundenen aber nicht ganz bezähmten Čechen vor, welche wieder mit Hilfe [322] der Mönche und Soldaten zum katholischen Glauben zurückgebracht werden sollen. Sonst sind von Č.’s Bildern noch bekannt geworden: „Dalibor im Kerker“ (Prager Ausstellung 1814), und „Przemysl Ottokar mit den böhm. Herren auf dem Marchfelde“.

Lumir. Belletristický týdenník, d. i. Lumir. Belletristisches Wochenblatt. Jahrgang 1854 (Prag, 8°.) Nr. 42, S. 1001.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Zu dieser Person gibt es Band 11, S. 386 f., einen 2. Artikel.