BLKÖ:Böhm von Blumenheim, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 2 (1857), ab Seite: 20. (Quelle)
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Böhm von Blumenheim, Franz (Grenadierhauptmann, geb. zu Falkenau in Böhmen 1766, lebte noch 1816). Seit 1784 im Dienste der kais. Armee, machte er mit seinem Regimente die Feldzüge von 1790–92, 1794–96, 1799, 1800, 1805, 1809, 1813 u. 1814 mit. Er zeichnete sich ganz besonders in den Gefechten bei Mons, Charleroi, Landrecy, am Gardasee, bei Rivoli, Lieptingen und Ostrach, Engen, Möskirch, Bieberach, Ochsenhausen und Neuburg an der Donau, dann bei Elchingen, Aspern, Wagram und Znaim, bei Dresden und Leipzig, bei der Belagerung von Besançon und in der Schlacht bei Lyon aus. Im Jahre 1796 warf er am Gardasee den Feind trotz des heftigsten Kartätschenfeuers aus seiner vortheilhaften Stellung, und nahm ihm eine Kanone sammt Pulverkarren ab. Dadurch gewann die Haupttruppe Zeit, dem Feinde längeren Widerstand zu leisten. Bei dieser Gelegenheit ward er schwer verwundet und gefangen. In der Schlacht bei Rivoli verließ er, obwohl verwundet, den Kampfplatz nicht, und bei dem Rückzuge von Nördlingen ward durch ihn mit Gefahr seines Lebens eine Fahne gerettet. Endlich gab B. auch in der Schlacht bei Leipzig neue, gleich ausgezeichnete Proben seines Muthes u. seiner Einsicht. Seine Dienstzeit betrug zur Zeit seiner Erhebung in den Adelstand über 30 Jahre.

Hellbach (Joh. Chr. von), Adels-Lexikon (Ilmenau 1825, Voigt, 8°.) I. Bd. – Adelstands-Diplom vom 3. Sept. 1816. – Wappen: Ein silberner Schild mit einer blauen rechten Seite. Im Schilde drei übereinanderstehende sechsblätterige goldbesäumte Rosen mit grünen Spitzen.