BLKÖ:Balassa, Constantin

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Balbi, Adrian von
Band: 1 (1856), ab Seite: 130. (Quelle)
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Balassa, Constantin (Hippolog u. k. k. Major, geb. zu Ochrida in Macedonien 1795[1]). Im Jahr 1813 trat er als Cadet bei Würtemberg Husaren Nr. 6 ein, wo er sehr schnell zum Unterlieutenant avancirte und die Feldzüge von 1813, 1814 und 1815 mit Auszeichnung mitmachte. Von da ab gab sich B. der wissenschaftlichen Behandlung der Pferdezucht hin und leistete in der Dressirung wilder Remonten, in der vernünftigen, psychologischen Pflege des Pferdes überhaupt, und ganz besonders auch durch seine Hufbeschlags-Methode der Wissenschaft und der Armee so wesentliche Dienste, daß man auf ihn aufmerksam wurde und er Gelegenheit fand, Proben seiner Geschicklichkeit und Umsicht abzulegen. Er ward zum Rittmeister außer der Tour ernannt und erhielt eine Personalzulage von 300 fl. (1827). Durch Anwendung seiner Methode wurden viele Menschenleben und Tausende von Pferden alljährlich dem Dienste u. der Armee erhalten. Seit 1829 bei Schwarzenberg-Uhl., ward er dort 1833 Premier-Rittmeister und 1839 mit Majorscharakter pensionirt. Er lebte noch 1851 in Pesth. Für seine literarische u. praktische Thätigkeit erhielt er von mehreren Fürsten Zeichen der Anerkennung. Er schrieb: „Der Hufbeschlag ohne Zwang“ (Wien, Gerold, 1828, in sieben Sprachen und mehreren Aufl.); – „Ueber Zähmung des Pferdes. Rationelle Behandlungsart der Remonten und jungen Pferde überhaupt …“ (Ebend. 1835, 2. Aufl. 1844); – „Fechtmethode“ (Ebend. 1844).

Osterr. Militär-Konvers.-Lexikon. Redig. und herausgegeben v. J. Hirtenfeld u. Dr. Meynert. I. Bd. (Wien 1851) S. 220 (Art. von Ny.)

Berichtigungen und Nachträge

  1. Ballassa, Constantin, k. k. Major und Hippolog [s. d. Bd. I, S. 130], gest. 10. Jänner 1862.
    Oesterreichischer Militär-Kalender von J. Hirtenfeld (Wien, kl. 8°.) XIV. Jahrg. (1863), S. 178. – Militär-Zeitung, herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien, gr. 4°.) 1862, S. 93. [Bd. 11, S. 365.]