BLKÖ:Baumgartner, Johann Wolfgang

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 192. (Quelle)
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Baumgartner, Johann Wolfgang (Maler, geb. zu Kufstein in Tyrol 1712, gest. zu Augsburg 1761). Schwang sich blos durch die Kraft des in ihm wohnenden Genius empor. Sein angeborner Drang zur Malerkunst führte ihn anfänglich zu Versuchen in der Glasmalerei und zwar auf eine Weise, die seine eigene Erfindung [193] war. Nachdem er sich so bemerkbar gemacht hatte, malte er in Oel und auf nassem Kalke. Ganz vorzüglich sind seine Landschaftsbilder, in denen er sein feines Gefühl für die Perspective und seinen Geschmack in der Architektur und Symmetrie kundgab. Seine Schöpfungen befinden sich in Augsburg, in den Kirchen zu Gersthofen und Eggenhausen bei Augsburg, im bischöflichen Palaste zu Mörsburg und an and. Orten. Nach ihm gerieth die Glasmalerei für lange Zeit ganz in Verfall.

Staffler (J. J.), Tirol und Vorarlberg, statistisch und topograph. etc. (Innsbruck 1842, Rauch) II. Thl. 1. Bd. S. 823. – Nouvelle Biographie générale ... publiée sous la direction de M. le Dr. Hoffer (Paris 1853) IV. Bd. Sp. 826. – Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835, 6 Bde.) I. Bd. S. 207; in diesen beiden wird er als Baumgärtner aufgeführt.