BLKÖ:Bechtold, Philipp Freiherr

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
fertig
Nächster>>>
Becich, Anton
Band: 1 (1856), ab Seite: 209. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: {{{GND}}}, SeeAlso
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Bechtold, Philipp Freiherr|1|209|}}

Bechtold, Philipp Freiherr[BN 1][BN 2] (Feldmarschall-Lieutenant, geb. zu Peremárton im Komorner Comitate Ungarns 1786). Sohn des Vorigen; trat mit 15 J. als Expropriisgemeiner in das 4. Kürassier-Reg. und avancirte schon 1804 zum Unterlieut. In Theresiopel stationirt, machte er den Feldzug von 1805 in Deutschland mit. Auch er war unter den am 24. Nov. bei Castelfranco Gefangenen, rückte aber zu Anfang 1806 wieder beim Reg. ein. Seine gediegenen militärischen Kenntnisse verhalfen ihm 1809 zur Beförderung als Oberlieut. in den General-Quartiermeister-Stab, und der Feldzug dess. J. gab ihm so viel Gelegenheit sich auszuzeichnen, daß er zum 2. Rittmeister avancirte und in sein früheres Reg. zurückversetzt ward. Nach den Befreiungskriegen, in denen er sich gleichfalls hervorthat, rückte er zum 1. Rittmeister vor. 1816 war er in Wien und avancirte außer dem Range zum Major im 5. Kürassier-Reg., kam nach 4 Jahren zu Sachsen-Kürassieren und ward 1823 Oberstlieut.; 1826 bei Hohenzollern-Chevauxlegers, ward er 1828 Oberst u. Commandant des Reg., 1833 Generalmajor [210] und 1842 FML. Nebst seiner Tüchtigkeit im Felde besaß er auch hohe wissenschaftliche Bildung und verwendete die Friedensjahre zur Verfassung mehrerer Schriften, darunter seine „Militärische Handbibliothek für die Officiere der k. k. österr. Armee,“ in 9 Bdn. (Wien 1836–1840) besonders werthvoll ist. Er war auch noch – minder glücklich – in den Kämpfen der Jahren 1848–1849 in Ungarn thätig, trat aber nach der Schlacht bei Szöregh in Pension. Er galt als einer der tüchtigsten Reitergenerale. Er lebt jetzt zu Linz, den Wissenschaften hingegeben.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld und Dr. Meynert (Wien 1851), I. Bd. S. 273 (Artikel von Hd.), worin sämmtliche Angaben irrig sind.

Berichtigungen und Nachträge

  1. Bechtold, Philipp Freiherr von, k. k. Feldmarschall-Lieutenant (Bd. I, S. 209), gest. 9. November 1862. [Bd. 9, S. 470.]
  2. Bechtold, Philipp Freiherr von, k. k. Feldmarschall-Lieutenant [s. d. Bd. I, S. 209], gestorben 9. November 1862.
    Militär-Zeitung, herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien, gr. 4°.) Jahrg. 1862, S. 751. – Bohemia (Prager Unterhaltungsblatt, 4°.) 1862, Nr. 269. [Bd. 11, S. 366.]