BLKÖ:Bermann, Johann Sigmund

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 321. (Quelle)
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Bermann, Johann Sigmund (Kunstkenner und Schriftsteller, geb. zu Oesdorf in Westphalen 13. Jänner 1794, gest. zu Wien 7. Sept. 1846). Durchreiste, um seine Kenntnisse im Gebiete der Kunst zu vermehren, verschiedene Länder Europa’s. Er hielt sich einige Zeit in Paris auf und wurde dort Chef des bureaux des domaines extraordinaires. 1815 kam er nach Wien, wurde 1820 bei der k. k. Akademie der bildenden Künste angestellt, resignirte aber freiwillig 1829, um mit dem Kunsthändler Stöckl in Compagnie zu treten. 1830 übernahm er diese Handlung auf alleinige Rechnung, erhielt 1835 wegen seiner vielen Verdienste um die k. k. Hofbibliothek den Titel eines k. k. Hofbibliothek-Kunsthändlers, wurde ferner Repräsentant des Gremiums, Schätzungscommissär des Mercantil- und Wechselgerichtes, der Landrechte u. s. w. B. war ein tüchtiger Kunstkenner, schrieb verschiedene raisonnirende Kunstkataloge, worunter der Cerronische noch heute [322] geschätzt ist. Außerdem sind von ihm mehrere Uebersetzungen in französischer Sprache: „Les eaux amères de Seidschitz en Bohème“; – „Description de Vienne“ u. s. w. Seine gediegenen Randbemerkungen und Zusätze zu Bartsch Peintre-Graveur, sowie zu dessen Rembrandt befinden sich im Manuscripte in den Händen seines Sohnes Moriz.

Oestr. National-Encyklopädie (von Gräffer und Czikann), (Wien 1835, 6 Bde.) I. Bd. S. 277. VI. Bd. Suppl. S. 368. – Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar 1848, Voigt) XXIV. Jahrg. 1846, 2. Theil, S. 998. – Frankl (L. A.), Sonntagsblätter, 1846 im September.