BLKÖ:Bernasconi, Andreas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Bernasconi, Antonie
Band: 1 (1856), ab Seite: 325. (Quelle)
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Bernasconi, Andreas (Compositeur, geb. zu Verona um das erste Decennium des vorigen Jahrhunderts, gest. zu München 1784). Begann frühzeitig zu componiren, war anfänglich Capellmeister am Hospital della pietà zu Venedig, und erhielt um die Mitte des vorigen Jahrhunderts einen Ruf nach München als Capellmeister der churfürstlich bairischen Capelle, wohin später auch seine Nichte Antonie, eine der größten Sängerinnen des vorigen Jahrhunderts (siehe die folgende) berufen wurde. Als Operncompositeur erfreute er sich zu seiner Zeit großer Beliebtheit, und seine Schöpfungen rivalisirten mit denen von Hasse, dessen Gattin Faustine darin mit besonderer Vorliebe sang. Er hat 21 Opern geschrieben, die viel Angenehmes, Leichtes, Effectvolles, neben viel Verfehltem, Leerem, Gehaltlosem enthalten. Am bekanntesten sind geworden: „Alessandro Severo“ (1741); – „Didone abbandonata“ (1741); – „Endimione“ (1742); – „La Ninfa Apollo“ (1743); – „Il Temistocle“ (1744); – „Salustia“ (1753) und „Demofoonte“, welche letztere 1766 in München aufgeführt wurde.

Gerber (Ernst Ludwig), Histor.-biogr. Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790, Breitkopf) I. Thl. Sp. 146. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für gebildete Stände (Hildburghausen 1845) IV. Bd. 4. Abtheil. S. 610 [Gibt irrig Marseille als dessen Geburtsort an].