BLKÖ:Billek-August von Auenfels, Karl Stanislaus Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 397. (Quelle)
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Billek-August von Auenfels, Karl Stanislaus Freiherr (k. k. Oberst, geb. zu Anfang dieses Jahrhunderts). Aus der Wiener-Neustädter Militär-Akademie austretend, kam er als Fähnrich zum 39. Inf.-Reg. Duca, 1827 zur Landesbeschreibungs-Abtheilung des Generalstabs, wo er bei der Militärmappirung in Slavonien, der Lombardie und in Steiermark ersprießliche Dienste leistete. In den Jahren 1831 u. 1832 erhielt er den Auftrag, im Triester Gebiete den Choleracordon zu ziehen; 1833 warb er Regiments-Adjutant, 1838 außer dem Range Hauptmann u. ebenso 1845 Major in dem neuerrichteten illyrisch-banatischen Gränzregimente. Im Feldzuge des Jahres 1848 stand er mit demselben im Reservecorps des FZM. Nugent und zeichnete sich da im Mai auf dem Vorposten gegen Treviso aus. Als nämlich die Feinde mit 6000 Mann und 4 Geschützen einen Ausfall machten und einige Vortheile errangen, hielt sich B. mit weniger Mannschaft bis Unterstützung kam und er dann stürmend vordringen konnte. Der Erfolg dieser glänzenden That war wilde Flucht des Feindes nach Treviso und viele Kriegsbeute. Als Anerkennung derselben erhielt er den Orden der eisernen Krone. Später machte er die beiden Angriffe auf Vicenza (20. u. 23. Mai), in deren ersterem er verwundet ward, sowie im Juni das Gefecht von Rivoli mit. Im Oct. desselben Jahres stand er vor Venedig. 1849 ward er Oberstlieutenant und Commandant einer Brigade im serbischen Corps, wo er sich im April und Mai in den Affairen von Beodra, Melencze und Uzdin auszeichnete. Als die Vereinigung des Heeres mit der Südarmee erfolgt war, wirkte er noch in den Gefechten bei Kaacs (7. Juni) und Neusatz (12. Juni); bei der Vertheidigung von Tissa-Földvár (16. Juni u. 14. Juli); bei dem Angriffe auf O-Becse (25. Juni) und endlich bei dem Gefechte von Villova (19. Juli) mit. Nach der Schlacht bei Temesvár [398] war er bei der Verfolgung der Insurgenten bis Mehadia. Im Jahre 1850 ward er Oberst und Commandant des Ottochaner Gränzregiments.

Leitner von Leitnertreu (Th. Ig.), Geschichte der Wiener-Neustädter Militärakademie (Kronstadt 1853) II. Thl. S. 265.