BLKÖ:Burdina von Löwenkampf, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 11 (1864), ab Seite: 377. (Quelle)
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* Burdina von Löwenkampf, Franz (k. k. General-Major, geb. zu Zacharowitz in Mähren 1805, gest. zu Verona 3. Juli 1859 an den zu Magenta erhaltenen Wunden). In der Wiener-Neustädter Akademie gebildet, trat er aus derselben im October 1824 und wurde als Unterlieutenant im 5. Jäger-Bataillon eingetheilt. Im Juni 1832 wurde er als Oberlieutenant in den Generalstab eingetheilt, rückte zum Hauptmann vor und kam in dieser Eigenschaft wieder zu den Jägern zurück. Im April 1848 zum Major im Infanterie-Regimente Nr. 32 befördert, wurde er wieder zum Generalstabe eingetheilt, im Februar 1849 Oberstlieutenant im Corps, dann Generaladjutant der ersten Armee in Wien, 1850 Oberst und zuletzt General-Major und Brigadier beim ersten Infanterie-Corps in Böhmen. In der Zeit vor dem Jahre 1848 wurde B.[WS 1] als Hauptmann im Generalstabe 1836 zu einer Straßen- und Terrainrecognoscirung in die Schweiz entsendet, 1838 und 1839 war er auf Militärmappirung in Ungarn. In den Jahren 1848 und 1849 focht er in Italien und nahm an den Gefechten und Schlachten bei Valeggio (9. April 1848), bei Santa Lucia, Curtatone, Goito, Vicenza, Somma Campagna und Custozza, ferner bei San Martino (31. Juli), Busiasco (3. August), Mailand (5. August) und bei Novara rühmlichen Antheil. In der Relation über die Schlacht bei Santa Lucia glänzt sein Name unter den Helden des Tages; nach der Einnahme von Mailand wurde er von dem sous-chef des Generalstabes für sein ersprießliches Wirken zur Belohnung empfohlen; für sein ausgezeichnetes Verhalten in der Schlacht bei Novara erhielt er das Ritterkreuz des Leopold-Ordens. Im Feldzuge des Jahres 1850 schlug er sich bei Magenta mit seiner Brigade (Infanterie-Regiment Prinz Wasa und 2. Jäger-Bataillon) in ebenso heldenmüthiger als hartnäckiger Weise, wurde für sein tapferes Verhalten auch mit dem Orden der eisernen Krone 2. Classe ausgezeichnet, aber nur als Leiche sollte er dieses Ehrenzeichen tragen, denn er erlag seinen in dieser Schlacht empfangenen Wunden. B.[WS 1] war nicht nur ein tapferer, sondern auch ein gründlich wissenschaftlich gebildeter Soldat.

Oesterreichischer Militär-Kalender, herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien, 8°.) XI. Jahrg. (1861), S. 165. – Militär-Zeitung (Wien, 4.) 1859, Nr. 58.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. a b Vorlage: K.