BLKÖ:Canella, Joseph Maria

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Canella, Joseph
Nächster>>>
Canestrini, Anton
Band: 2 (1857), ab Seite: 249. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Canella, Joseph Maria|2|249|}}

Canella, Joseph Maria (Arzt, geb. im Gebiete von Trient 5. August 1788, gest. 29. Dec. 1829). Machte seine ersten Studien in Innsbruck, setzte sie von 1806 an in Landshut fort und erwarb 11. Juni 1811 in Padua die Doctorswürde. In der Praxis erwarb er sich bald, namentlich als Chirurg und Oculist einen glänzenden Ruf. Im J. 1816–1818 unternahm er zu wissenschaftlichen Zwecken mehrere Reisen. 1824 wurde er zum chirurg. Operateur des Spitals Santa-Chiara in Trient ernannt, wo er nun Gelegenheit hatte, eminente Proben seiner chirurgischen Geschicklichkeit an den Tag zu legen. In den Jahren 1826–1829 unternahm er neue Reisen nach Italien, Deutschland, Frankreich, England und Holland, als ihn im letzteren Jahre der Tod im kräftigsten Mannesalter hinraffte. Als Schriftsteller gab er mehrere selbständige Werke und etliche Uebersetzungen heraus, und zwar: „Storia d’una frattura del collo del femore, erroneamente dichiarata lussazione“ (Brescia 1815); – „Storia e riflessioni sulla febbre che domina nel comune di Rica e sue adjacenti“ (Verona 1817); – „Riflessioni critiche ed esperienze sul modo di operare la cateratta col mezzo della cheratonissi“ (Mailand 1819); – „Cenni sulla exstirpazione della bocca e del callo dell’ utero, nei casi di scirro o cancro o altre escrescenze morbose di queste parti e descrizione del metrotome“ (Mailand 1821). – Auch gab er das „Giornale di Chirurgia pratica“, 5 Bde. (Trient 1825–1829) heraus, dessen Fortsetzung nur [250] durch seinen Tod unterbrochen wurde. Karl Heinrich Dzondi’s „Neue zuverlässige Heilart der Lustseuche“ erschien von ihm in Uebersetzung und mit einem Anhang unter dem Titel: „Nuova e sicura maniera di curare la Sifilide in tutte le sue forme ec.“ (1827). Der „Messagiere tirolese“ vom 5. Febr. 1828 enthält seinen: „Discorso sull’ attuale coltura medico-chirurgica e sugli ostacoli che si frappongono alla propagazione delle scoperte“.

Clock (Leonardo dei), Notizie biografiche intorno G. H. Canela Trient 1839, 8°.). – Nouvelle Biographie générale ... publiée sous la direction de M. le Dr. Hoffer (Paris 1853) VIII. Bd. Sp. 468 [daselbst erscheint er als Canella]. – Tipaldo, Biografia degli Italiani illustri. V. Bd. S. 103.