BLKÖ:Deani, Markus Antonio

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Deák, Franz von
Band: 3 (1858), ab Seite: 187. (Quelle)
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Deani, Markus Antonio (Kanzelredner, geb. zu Brescia 11. Sept. 1775, gest. ebenda 28. Nov. 1824). Er ist bekannter unter dem Namen Pater Pacifico; trat 15 Jahre alt, in den Franciskanerorden und lehrte nach beendeten Studien längere Zeit Philosophie und Theologie in mehreren Häusern seines Ordens. Bei seiner ausgesprochenen Neigung zum Predigtamte widmete er sich diesem Berufe und gelangte zu solchem Ruhme, daß die ersten Städte Italiens wetteiferten, ihn zu besitzen. Zu Ferrara, Parma, Venedig, Mailand, Florenz und Rom wurde seine Beredsamkeit, womit er alle Gemüther hinzureißen verstand, bewundert. Als ihn Papst Pius VII. im J. 1815 predigen gehört, bot er ihm das Erzbisthum Zante und Cephalonia an, doch lehnte D. diese Würde bescheiden ab. Als er 1819 wieder nach Rom kam, verlieh ihm der Papst den Titel eines Consultor des Index und verehrte ihm zwei goldene Medaillen. Im Drucke erschienen, so lange er lebte, nur einige seiner Predigten und Panegyriken, mehr nach seinem Tode, im Ganzen 17, und zwar unter den Titeln: „Panegirico“ (Mailand 1810, Silvestri, 8°.); – „Orazioni Panegiriche“ (Mailand 1846, Boniardi Pogliani, 8°.); – „Corso di execizj spirituali per gli ecclesiastici“ (Brescia 1837, 8°.); – „Quaresimale“ (Livorno 1845). 240 sind im Manuscript geblieben. Seine Leichenrede auf Papst Pius VII. ist ein Meisterstück geistlicher Beredsamkeit. D. ist auf dem Campo santo zu Brescia und zwar seinem letzten Willen gemäß prächtig bestattet worden.

Gambara (Carlo Antonio), Elogio storico del Padre Pacifico (Brescia 1825, 8°.) [nach diesem gest. 25. Nov. 1824]. – Nouvelle Biographie générale ... publiée sous la direction de M. le Dr. Hoefer (Paris 1853) XIII. Bd. Sp. 282 [nach diesem geb. [188] zu Brescia Sept. 1775, gest. 24. October 1824] von Guyot de Fére. – Beraldi, Mémoires de Religion et de Morale (Modena). – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für gebildete Stände (Hildburghausen 1842 u. f., Bibl. Inst., Lex. 8°.) VII. Bd. 3. Abth. S. 1064 [nach diesem gest. 28. Nov. 1824].