BLKÖ:Egger Edler von Eggstein, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Egghard, Julius
Band: 4 (1858), ab Seite: 2. (Quelle)
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Egger Edler von Eggstein, Joseph (Generalmajor, geb. zu Frankenmarkt in Oberösterreich 1747, gest. in Wien 11. Juni 1815). Trat 1765 in ein österr. Dragoner-Regiment, wurde 1766 Officier, 14. Aug. 1773 2. Rittmeister im Kürassier-Regiment Berlichingen und 19. Febr. 1786 1. Rittmeister. Im Türkenkriege zeichnete er sich zuerst aus. Im Oct. 1788 griff er eine starke Abtheilung Spahis, welche die Verbindung des Corps des Generals Lilien mit den Vorposten abschnitten, an, tödtete den Anführer mit eigener Hand und schlug die Andern in die Flucht. Im französischen Kriege that er sich 1792 bei Schoden (8. Dec.), bei Bibelhausen und bei Wawern (14. Dec.) hervor. 22. April 1794 rückte er zum Major vor, zeichnete sich wieder bei Arlon und Diepach aus und ermöglichte die Verproviantirung der Festung Luxemburg (12. Aug. bis 11. Sept. 1794). Beim Rückzuge des Fürstenberg’schen Corps nach Rastatt (Juni 1796) hielt E. mit seiner Truppe den Feind auf; dann aber von diesem umringt und zur Waffenstreckung aufgefordert, schlug er sich ohne Verlust mit den Waffen durch, und that sich wieder bei Geißenfeld (1. Sept.) und Feldkirch (7. Sept.) hervor. 29. April 1797 wurde er Oberstlieutenant, 25. April 1798 Oberst des Dragoner-Reg. Nr. 13 (jetzt Clam-Gallas Uhlanen-Reg. Nr. 10). Als 1799 General Ney die zwischen Stuttgart und Cannstadt befindlichen Magazine der Alliirten bedrohte, schlug E. den Feind in die Flucht und zeichnete [3] sich noch bei Hoffheim (9. u. 16. Nov.), mit seinem Regimente den Sieg erkämpfend, aus. Seiner Wunden halber trat E. am 1. Febr. 1800 in Pension, wurde im darauf folgenden Jahre in den Adelstand erhoben und starb in Wien im Alter von 68 Jahren.

Oestr. Militär-Konversations-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851) II. Bd. S. 172. – Adelstands-Diplom vom 23. Febr. 1801. – Wappen. Ein aufrechter rother Schild mit einem goldenen rechtsschrägen Balken belegt. Zur Linken ist derselbe von vier, kreuzweise und dreimal in einandergeschlungenen, aufwärtsgerichteten und je zwei von einander abgewendeten natürlichen Schlangen, zur Rechten von einem bloßen, die Spitze aufwärtskehrenden Schwerte mit goldenem Gefäße beseitet. Auf dem Schilde ruht ein rechtsgewendeter, goldgekrönter Turnierhelm, mit rothen und goldenen Decken und Straußenfedern, 1 und 3 roth, 2 Gold.