BLKÖ:Fábián, Gabriel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Fábián, Ambrosius
Nächster>>>
Fábián, Juliana
Band: 4 (1858), ab Seite: 126. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Fábián, Gabriel|4|126|}}

Fábián, Gabriel (Schriftsteller, geb. zu Börösberény im Veßprimer Comitat 1795). Sohn eines reformirten Geistlichen (s. d. Folgenden in dieser Biographie) zu Börösberény. Der Sohn studirte zu Preßburg und Pápa, 1817 zu Pesth die Rechte. 1821 erhielt er das Advocatendiplom, 1824 wurde er zum ordentlichen Advocaten für das Dominium von Világosvár ernannt und bekleidete sein Amt bis 1848. Seine literarischen Arbeiten bestehen größtentheils aus Uebersetzungen, welche als vortrefflich bezeichnet werden, unter andern: „Ossian énekei“, d. i. Ossians Gesänge (1843); – „Tocqueville Democratiája Amerikában“, d. i. Die Democratie in Amerika (1846). Ferner hat F. in Zeitschriften zahlreiche Gedichte und Abhandlungen veröffentlicht. Von der ungarischen Akademie wurde F. zum ordentlichen Mitgliede ernannt.Joseph (reform. Pfarrer und Vater des Obigen, geb. 1761, gest. zu Tót-Vasóny 29. Jänner 1825). Als Senior des Veßprimer protest. Kirchenbezirkes erwarb er sich um seine Gemeinde mannigfaltige Verdienste; beschäftigte sich auch viel mit literarischen Arbeiten und wendete sich dem naturwissenschaftlichen und ökonomischen Fache zu. Er übersetzte in’s Ungarische Raffs Naturgeschichte für Kinder; – dessen Naturlehre für das Volk; Chaptals Werk über die Zubereitung des Weines; – desselben größeres in 2 Bänden über Rebenzucht und Weinbau; Columella’s Landwirthschaft u. m. a. Obwohl in den letzten Jahren seines Lebens von einer Lähmung getroffen, blieb doch sein Geist ununterbrochen thätig. In diesem Zustande übersetzte er noch die Tristia Ovids und den Cornelius Gallus.

Ueber Gabriel: Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Gyüjték Ferenczy Jakab és Danielik József, d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zusammengestellt von Jakob Ferenczy u. Josef Danielik (Pesth 1856, Gustav Emich) S. 126. – Ujabb kori ismeretek tára, d. i. Ungar. Conversations-Lexikon der neueren Zeit (Pesth 1850, Heckenast) III. Bd. S. 175. – Ueber Joseph: Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészitő kötet[WS 1], d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, Jos. Gyurian, 8°.) S. 72. – Oestr. Nat.-Encyklopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 95.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: kotet.