BLKÖ:Fóky, Joseph Sigmund von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 4 (1858), ab Seite: 277. (Quelle)
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Fóky, Joseph Sigmund von (Major und Ritter des Mar. Theresien-Ordens, geb. zu Kanischa in Ungarn 1770, gest. zu Raba-Hidvegh 7. Aug. 1823). Der Sohn bemittelter Eltern, ging am 1. Februar 1789 als Cadet in’s Hußaren-Regiment Nr. 4, aus welchem er aber auf Wunsch seiner Eltern nach 2 Jahren austrat. Am 2. Juli 1792 trat er als Expropriis- Cadet bei Blankenstein-Hußaren Nr. 6 wieder ein, wurde im Febr. 1794 Unterlieutenant, 1. Dec. 1796 Oberlieutenant, focht bei Amberg, Würzburg, Aschaffenburg und bewies bei Kehl, wo er den Brückenkopf nahm und durch seine mit Umsicht vereinigte Bravour den Fall der Festung herbeiführte, seltenen Muth. Am 1. Juni 1798 kam er in das neu errichtete Hußaren-Regiment Nr. 7. Im italienischen Feldzuge des Jahres 1799 that er sich im Treffen bei Magnano hervor, dann bei Mirandola (15. April) und bei der Belagerung von Mantua, wo er bei Gelegenheit eines feindlichen Ausfalles (8. Mai) ein franz. Grenadier-Bataillon attakirte, dasselbe zersprengte, zum Theil niederhieb und 20 Gefangene einbrachte. Für seine Beweise des Muthes erhielt er in der 66. Promotion (8. August 1801) das Mar. Theresien-Kreuz. Am 26. Juli 1800 wurde er Rittmeister und verließ am 23. Aug. 1806 mit Beibehalt des Charakters die Armee, in welche er 1811 als Major wieder eintrat. Nach beendeten Kriegen zog sich F. auf seine Besitzung in Ungarn zurück, wo er im Alter von 53 Jahren starb.

Hirtenfeld (J. Dr.), Der Milit. Mar. Theresien-Orden und seine Mitglieder ... (Wien 1857, Staatsdruckerei, 4°.) S. 615 und 1743. – Oestr. Militär-Konversat.-Lexikon. Herausg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1852 u. f., gr. 8°.) II. Bd. S. 438.