BLKÖ:Ferenczy, Therese

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Ferenczy, Stephan
Band: 4 (1858), ab Seite: 184. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Ferenczy, Therese|4|184|}}

Ferenczy, Therese (Dichterin, geb. zu Szecseny im Neograder Comitat 1830, endete im Burggarten daselbst durch einen Pistolenschuß am 23. Mai 1853 ihr Leben). Eine Nichte des Bildhauers (siehe den Vorigen). Ihr Vater war früher Buchbinder und wurde später Herrschaftsbeamter. Therese wuchs im bescheidenen Familien-Cirkel auf und verdankte ihre Ausbildung in der Poesie vorzüglich dem eigenen Fleiße, der Leselust und glücklichen Anlagen. Großen Einfluß auf ihre poetische Empfänglichkeit übte die Berühmtheit ihres Onkels, des Bildhauers, dessen Werkstätte sie oft besuchte, ferner das innige Verhältniß mit dem Dichter Koloman Lisznyai. Ihre Gedichte erschienen in einigen Tagesblättern gedruckt und zeichnen sich durch Schwung der Sprache und Innigkeit des Gefühls aus. Einige Zeit vor ihrem Tode fiel sie in eine tiefe Melancholie, welcher sie auch als Opfer erlag, indem sie in einem Anfall von Trübsinn aus sonst unbekannten Ursachen im Alter von 24 Jahren durch einen Schuß mitten in’s Herz ihrem Leben ein Ende machte. Nach ihrem Tode gab Professor Karl Bulcsu ihre Gedichte unter dem Titel: „Téli csillagok“, d. i. Wintersterne (Pesth 1855) heraus.

Danielik (József), Magyar irók. Életrajz gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészítő kötet, d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, Jos. Gyurian, 8°.) S. 78.