BLKÖ:Fixlmillner, Benedict Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 4 (1858), ab Seite: 260. (Quelle)
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Fixlmillner, Benedict Franz, mit dem Klosternamen Alexander (Abt zu Kremsmünster, Humanist, geb. zu Hechenberg bei Hall in Oberösterreich 24. Sept. 1686, gest. zu Kremsmünster 21. Jän. 1759). Legte 1709 das Klostergelübde ab und empfing 1714 die Priesterweihe; am 8. Nov. 1731, als Nachfolger des ausgezeichneten Abtes Alexander Straßer zum Abt erwählt, entwickelte er durch eine Reihe von Jahren eine segensvolle Thätigkeit. Weise das beschauliche und thätige Leben vereinbarend, stiftete er sich durch seine Handlungen ein herrliches Andenken. 1741 lieferte er freiwillig große Geldsummen und spendete einen beträchtlichen Theil des kostbaren Hausrathes zur Bestreitung der Kriegskosten. Mit dem schon 1737 errichteten Lyceum verband er 1744 noch die Gründung einer Akademie, an welcher adelige Zöglinge bis zur Vollendung der theologischen und juridischen Studien ihre Ausbildung erhielten; begann dann den Bau der Sternwarte, welcher in 10 Jahren vollendet ward, errichtete ein physikalisches Museum reich an trefflichen Instrumenten und eine wohlbestallte Bibliothek. Aber ebenso wie für die Wissenschaften, war F. für die Armen thätig; er betheilte dieselben reichlich mit Kleidern und legte, um ihnen Verdienst zu verschaffen, eine Tuchfabrik an, führte andere großartige Bauten auf, ließ nach allen Richtungen hin mit einem Aufwande von 400,000 fl. [261] fahrbare Wege und Straßen anlegen u. s. w. Im J. 1743 ernannte ihn die große Kaiserin Maria Theresia zu ihrem wirkl. geheim. Rathe. Um Allen Alles zu werden und Niemand Noth leiden zu lassen, lebte er selbst wie ein Armer und starb fast wie ein Heiliger verehrt, allgemein betrauert.

Historico-chronologica series Abbatum et Religiosorum monasterii Cremifanensis. Congessit etc. P. Marianus Pachmayr (Styrae 1777). – Hagn (Theodorich), Das Wirken der Benedictiner-Abtei Kremsmünster für Wissenschaft, Kunst und Jugendbildung (Linz 1848, 8°.). – Ehrentempel der katholischen Geistlichen (Wien 1845, Dirnböck) S. 69.