BLKÖ:Gallasek, Georg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Gallasch
Band: 5 (1859), ab Seite: 68. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Gallasek, Georg|5|68|}}

Gallasek, Georg (Typograph, geb. zu Ebergassing in Oesterreich unt. d. E. 1807). Besuchte die Schulen in Wien, wo er auch zeichnen lernte, aber Dürftigkeit halber die Studien aufgeben, und ein Handwerk lernen mußte. Er trat in die Staatsdruckerei, wo er als Schriftsetzer 13 Jahre diente, zugleich aber Proben seiner mechanischen Fähigkeit gab, indem er durch die Reduction zweier Maschinen ein Problem löste, an dem erfinderische Köpfe gescheitert. Da er sich später in seinen Erwartungen nicht befriedigt fand, gab er den Dienst in der Staatsdruckerei auf, und anfangs auf sich selbst gestellt, dann von einem Gönner unterstützt, machte er nun Versuche, bis es ihm glückte, eine Vereinigung von Maschinen zu ersinnen, die seinen Scharfsinn beurkunden u. günstige Aufnahme fanden. Es sind: die vereinigte Schnell-und Setz-, Druck- und Ablegevorrichtung, vermöge welcher ein Satz von 60 Buchstaben in ebenso viel Secunden 3, 10, oder 50fach gesetzt und in wenig Secunden gedruckt sein kann, das Ablegen ist das Werk der kürzesten Frist; der Lottotelegraph, welcher bewirkt, daß im Augenblicke als die Nummern ausgerufen werden, dieselben auch in beliebiger Größe dem Publikum erscheinen. und wieder verschwinden; endlich die Conversationsmaschine, welche Anwendung findet für Taubstumme, die im höheren Alter erblinden, für Blinde, die taub geworden, zwischen Taubstummen und Blinden, zwischen Taubstummen und Hörenden. Diese Maschinen waren alle im J. 1846 öffentlich in Wien ausgestellt.

Frankl (Dr. L. A.), Sonntagsblätter 1846, Wiener Bote Nr. 26: „Ein Erfinder. Biographische Skizze.“