BLKÖ:Gallenberg, Wenzel Robert Graf von

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Gallasek, Georg
Band: 5 (1859), ab Seite: 68. (Quelle)
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Gallenberg, Wenzel Robert Graf von (Compositeur, geb. zu Wien 28. Dec. 1783, gest. zu Rom 13. März 1839). Sorgfältig erzogen, entwickelte er früh große Neigung für Musik. Dann ging er nach Italien, bildete sich noch mehr in der Composition aus, trat mit Barbaja in Verbindung und erwarb sich durch seine Balletcompositionen einen Namen. Im J. 1829 übernahm er die Direction des Hofoperntheaters in Wien, war aber nicht im Stande, das in gänzlichem Verfall begriffene Institut auf eine entsprechende Höhe zu bringen, und gab das Unternehmen bald wieder auf. Seit jener Zeit verweilte der Graf abwechselnd in Italien und Frankreich, componirte viele [69] Ballete, man kennt deren 40–50, unter denen sein „Alfred der Grosse“ eine große Verbreitung gewann, außerdem kleinere Tonstücke, als Märsche, Sonaten, Phantasien, Rondo’s, Variationen, alles für das Pianoforte. Die letzten Lebensjahre lebte er ganz zurückgezogen in Rom, wo er auch, 56 Jahre alt, starb. Der Graf war seit 3. Nov. 1803 mit Julia Gräfin Guicciardi, Sternkreuzordensdame, vermält, aus welcher Ehe die gegenwärtigen Glieder der Familie stammen. Die Gräfin starb zu Wien am 22. März 1856 im Alter von 72 Jahren.

Universal-Lexikon der Tonkunst (begonnen von Dr. J. Schladebach, fortgesetzt) von Ed. Bernsdorf (Dresden 1857, Schäfer, gr. 8°.) II. Bd. S. 93. – Ersch (J. S.) und Gruber (J. G.), Allg. Encyklopädie der Wissenschaften u. Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect. 53. Thl. S. 35 [nach Schladebach und Ersch und Gruber ist er im Mai 1836, nach (Kneschke, Ernst Heinrich Dr. ) Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart (Leipzig 1852, Engelmann, 8°.) I. Bd. S. 258 am 13. März 1839 gestorben]. – Gaßner[WS 1], Universal-Lexikon der Tonkunst S. 322. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Gastner.