BLKÖ:Geiger, Andreas

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Geiger, Karl Joseph
Band: 5 (1859), ab Seite: 122. (Quelle)
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Geiger, Andreas (Kupferstecher, geb. in Wien 29. Juli 1773, gest. ebenda 29. Oct. 1856). Der Sohn eines Vergolders, widmete sich mit künstlerischer Befähigung der Schabekunst. Außer mehreren akadem. ersten Zeichnungspreisen erhielt er für ein großes geschabtes Blatt nach Füger den ersten kaiserl. Preis: die große goldene Medaille. Er führte nun viele umfangreiche und treffliche Arbeiten nach Franceschini, van der Werff, Caravaggio, Füger, David, Murillo, Cooper u. A. aus. Fast bis in die letzten Lebensjahre thätig, starb er im hohen Alter von 83 Jahren. Von seinen Arbeiten sind anzuführen: „Antiochus und sein Arzt Erasistratus“, nach Füger 1798 (gr. qu. Fol., 4 Thle.); – „Das Porträt der Gräfin Bellegarde“, nach Ebendemselben (1796); – „Der Tod des Cato“, nach Caravaggio, gr. Royal Folio (4 Thlr. 12 gr.); – „Helena und Paris“, nach David, Aquatinta, Imp. qu. Fol.; – „Die Grablegung“, nach van der Werff, gr. Fol.; – „La vanité“, nach F. Linder, Aquatinta, gr. Fol.; – „Genius eine Vase haltend“, nach Schidone, Roy. Fol.; – „Sir Horatio Nelson“, nach Abbot, Schwarzk. Fol. Aus einer früh geschlossenen Ehe stammen mehrere Kinder, darunter zwei Söhne, welche beide sich der Kunst des Vaters widmeten. Aus der Ehe des Einen derselben stammt der Historienmaler Karl Joseph Geiger (siehe den Folgenden).

Müller (Fr.)[WS 1], Die Künstler aller Zeiten und Völker (Stuttgart 1857, Ebner und Seubert, Lex. 8°.) II. Bd.. S. 169 [nach diesem geb. 1765]. – Heller (Jos.), Praktisches Handbuch für Kupferstichsammler (Bamberg 1823, 8°.) I. Bdch. S. 195 [nach diesem geb. 1770, diese und die vorige Angabe werden durch die unserer Biographie berichtigt]. – Katalog einer vorzüglichen Sammlung von Radirungen, Kupferstichen u. s. w., welche in Wien am 26. April 1859 ... durch die Kunsthandlung L. J. Neumann ... versteigert wurden (Wien. 1859, Schweiger). – Alexander Posonyis Wiener Kunst-Auction. April 1859 (Wien, 8°.).

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Müller (Frz.).