BLKÖ:Gorczyński, Adam

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Gorczkowski
Band: 5 (1859), ab Seite: 271. (Quelle)
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Gorczyński, Adam (Schriftsteller, geb. in Galizien 1805). Ueber den Bildungsgang dieses Schriftstellers, der zur dünngesäeten Reihe jener Poeten Galiziens zählt, die im 5. Decennium dieses Jahrhunderts im verwahrlosten Lande wie neue Keime einer beginnenden Literatur aufschossen, ist nichts bekannt. Zuerst trat er anonym, oder eigentlich als Pseudonym Jadam (Adam) mit einem Bändchen Erzählungen auf: „Powieści Jadama“ (Krakau 1838, neue Aufl. 1841) welche bereits die Aufmerksamkeit auf den Verfasser richteten. Nun folgten: „Opowieści i Legendy Jadama z ziemi Zatorskiej“, d. i. Erzählungen und Legenden aus der Gegend von Zator (Lemberg 1842); – „Sylva rerum Jadama“ (Eb. 1842, 8°.), wovon nur das 1. Heft erschien; – „Ballady Fryderyka Szyllera“, d. i. Balladen von Fr. Schiller (Bochnia 1844); – „Poezye liryczne Fr. Szyllera“, d. i. Lyrische Gedichte von Fr. Schiller (Eb. 1844); – „Farmazon, powieść“, d. i. Farmazon, eine Erzählung, 2 Bde. (Lemberg 1844); – „Zeno, powieść“, d. i. Zeno, eine Erzählung, 2 Bde. (Eb. 1845) Außer den angeführten Schriften, worin sich G. als einen gewandten Erzähler beurkundet, der jedoch manchmal, insbesondere in der Erzählung, die Sprache zu sehr vernachlässigt, manchmal wieder sich in der Charakteristik vergreift, verfaßte G. eine große Menge Dramen, deren Stoff meistens der vaterländischen (polnischen) Geschichte entnommen ist. Diese sind bisher ungedruckt. Auch in diesen finden sich neben meisterhaften Scenen Plattheiten, welche jede Wirkung verfehlen.

Dziennik literacki, d. i. Literar. Tagesblatt (Lemberg, 4°.) Jahrg. 1853, Nr. 26, S. 208. Nr. 29, S. 231. – Jahrg. 1854, Nr. 37. – Wóycicki (K. Wł.), Historyja literatury polskiej, d. i. Geschichte der polnischen Literatur (Warschau 1846, Sennewald, gr. 8°.) IV. Bd. S. 347. – Łukaszewicz (Lesław), Ryas dziejów Piśmiennictwa polskiego. Wydanie trzecie, d. i. Grundriß der polnischen Literaturgeschichte. 3. Ausgabe (Krakau 1848) S. 190. [In der neuesten Ausgabe dieses Werkes (Krakau 1858) kommt er nicht mehr vor. Wir müssen hier bemerken, daß Łukaszewicz selbst todt ist, und diese Auslassung entweder auf einem Uebersehen, aber wahrscheinlicher auf Absicht beruhe.]