BLKÖ:Heller von Hellerstreu, Joseph Adam

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 8 (1862), ab Seite: 271. (Quelle)
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Ein Namensvetter des Obigen, sonst aber nicht mit ihm verwandt, ist der pensionirte Major Joseph Adam Heller von Hellerstreu (geb. zu Chrudim in Böhmen im Jahre 1813). Dieser ist der Sohn eines kaiserl. Stabsoffiziers, der in der Olmützer Cadetencompagnie erzogen wurde und am 5. October 1826 in’s Infanterie-Regiment Graf Gyulai Nr. 21 als Regimentscadet eintrat. Am 16. April 1834 wurde er Fähnrich, 1. November 1838 Unterlieutenant, 16. Jänner 1846 Oberlieutenant, 16. Jänner 1849 Capitän und 14. Mai 1850 Hauptmann. Am 20. April 1859 wurde er Major im Infanterie-Regimente Kronprinz Albert von Sachsen Nr. 11, trat aber Ende Februar 1860 in den Pensionsstand über. Während seiner 36jährigen Dienstzeit focht er 1831 im Römischen gegen die von General Zucchi befehligten Insurgenten und im Jahre 1848 in Italien, während des Ausbruches der Revolution in Mailand, bei der Belagerung von Mantua, in der Schlacht bei Curtatone (am 29. Mai), in jener von Goito (30. Mai), dann im Jahre 1849 in Ungarn, wo er der Cernirung von Comorn beiwohnte, im Gefechte bei Nagy-Sarlo (19. April), in der Schlacht bei Almas (3. August); im Feldzuge gegen Piemont im Jahre 1859, im Gefechte bei Melegnano (8. Juni) und in der Schlacht bei Solferino (24. Juni). Für sein ausgezeichnetes Verhalten bei Melegnano erhielt er das Militär-Verdienstkreuz, und für jenes bei Solferino den Orden der eisernen Krone III. Classe. Den Statuten des letzteren Ordens gemäß wurde H. mit Diplom vom 25. Mai 1861 in den erbländischen Ritterstand erhoben. [Ritterstands-Diplom vom 25. Mai 1861.] – Wappen. Ein halb und in die Länge quergetheilter Schild. Im obern rechten Felde mit grünem Boden auf einem schroffen natürlichen Felsen eine weiße rothbedachte Cavelle mit Thor und fünf Fenstern in zwei Reihen und einem Türmchen mit runder rother Kuppel. Diese, sowie jede Dachecke mit einem schwarzen Kreuzchen besteckt. In obern linken blauen Felde ein goldener Stern. In der untern goldenen Schildeshälfte auf grünem Rasengrunde ein weißes ausschreitendes Lamm (Erinnerung an das Wappen der Voreltern des Majors, welche reformirte Geistliche höheren Ranges im Departement der Mosel waren). Auf dem Schilde ruhen zwei gekrönte Turnierhelme. Auf der rechten Helmkrone lehnt ein einwärts gekehrter übergebogener geharnischter Arm, in der bloßen Faust ein blankes Schwert am goldenen Griff über sich zückend. Die linke Helmkrone trägt einen grünen Lorberkranz, welchem ein goldener Stern eingestellt ist.