BLKÖ:Herberstein, Ferdinand Leopold (II.) Graf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 8 (1862), ab Seite: 331. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Herberstein, Ferdinand Leopold (II.) Graf|8|331|}}

14. Ferdinand Leopold (II.) Graf (geb. 30. April 1701, gest. 1785). Sproße des zweiten Nebenastes der ältern Linie, den sein Vater J. Otto Joseph begründete. Gleich seinem Vater, der zuletzt Feldmarschall-Lieutenant und Inhaber eines Kürassier-Regiments war, war auch der Sohn ein ausgezeichneter Soldat. Im Jahre 1744 Oberstlieutenant im Szluiner Regimente zeichnete er sich bei Tayn (9. October d. J.) beim Angriffe der preußischen Arrieregarde aus. Beim Aufstande in Genua 1746 gerieth er mit seinem Regimente in Gefangenschaft. Nach dem Frieden in Freiheit gesetzt, focht er noch bei Marienthal (1757), bei Buchau und bei Meißen (1759), wo er als Oberst sein Regiment führte und großen Ruhm erwarb. Seiner Wunden wegen trat er 1767 in Ruhestand. Mit seiner Gemalin Maria Nympha Marchesa Napoli-Rosetano aus Genua, einer verwitweten Marchesa Zamboni (geb. 1715, gest. zu Wien 1. December 1790), hinterließ er nur eine Tochter Maria Theresia Philippina (geb. 11. October 1743, lebte noch 1800), nachmals gräflich Herberstein’sches Stiftsfräulein in Wien. Mit ihm erlosch der oberwähnte zweite Ast. –