BLKÖ:Herberstein, Johann Leopold

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 8 (1862), ab Seite: 338. (Quelle)
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47. Johann Leopold (geb. 1712, gest. 15. Juni 1789). Der letzte von der Pusterwald’schen Linie; ein Sohn Ferdinand Hannibal’s und Bruder Johann Seyfried’s [49]. Von seiner Gemalin Maria Eleonora gebornen Prinzessin Eggenberg, zuerst verwitweten Gräfin Welz und dann verwitweten Gräfin Leslie, welche vor ihm (1774) starb, erhielt er, der schon die Herrschaften Authal, Hainfeld, Pusterwald, Lind u. A. besaß, als Erbe die Güter Eggenberg, Straß, Radkersburg, Rothenthurn und Plankenwart. Graf Johann Leopold erbaute zu Gratz das ansehnliche Schauspielhaus, welches am 9. September 1776 mit dem dem Grafen gewidmeten Trauerspiele: „Derbi oder Treue und Freundschaft“ eröffnet wurde. Auch wurde 1777 auf seinem Schlosse Eggenberg, anläßlich des Aufenthaltes des Allerhöchsten Hofes daselbst, ein großes, das letzte Turnierspiel mit Speer und Harnisch begangen. Da Graf Johann Leopold keine Kinder hatte, ernannte er die Brüder Johann Gundaker (geb 17. Jänner 1738, gest. 15. Juni 1810) und Johann Anton (geb. 1742, gest. 27. März 1805) von der ältern Hauptlinie, von denen Ersterer den schönen Garten von Eggenberg den Gratzern eröffnete, Letzterer aber den Hausverträgen entgegen die Herrschaft Gutenhag veräußert hatte, zu Erben seiner ausgedehnten Güter. –