BLKÖ:Hohenzollern, das Fürstenhaus, Genealogie

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
fertig
Band: 9 (1863), ab Seite: 216. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
Hohenzollern in der Wikipedia
GND-Eintrag: 118552856, SeeAlso
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Hohenzollern, das Fürstenhaus, Genealogie|9|216|}}

Das Fürstengeschlecht der Hohenzollern gehört zu einem der ältesten und edelsten in Deutschland. Es gibt Geschichtschreiber, nach welchen die Habsburger, Welfen, Zähringer und Hohenzollern, sämmtlich Zweige eines Heldengeschlechtes wären, dessen Ahnherr ein fränkischer Herzog, Ethiko (I.) wäre. Es möge Anderen überlassen bleiben, mit dergleichen nutzlosen Forschungen, weil sie sich denn doch nur auf Vermuthungen und nicht auf Beweise gründen, die Zeit zu verlieren; indem nur auf jene Hauptquellen der Geschichte der Hohenzollern, welche für die Forscher wichtig sind, nebenbei gewiesen wird, als: Hübner, Genealog. Tabellen, Bd. I, S. 175; – E. G. Johler, Geschichte der Fürstenthümer Hohenzollern; – Pregitzer, Teutscher Regierungs- und Ehrenspiegel des Hauses Hohenzollern; – Stillfried et Märcker, Monumenta Zollerana (Berlin 1843); – die Stammsagen der Hohenzollern und Welfen (Düsseldorf 1857); – C. A. H. Burckhardt, Quellensammlung zur Geschichte des Hauses Hohenzollern (Jena 1857) – geschieht hier nur noch jener Hohenzollern kurze Erwähnung, welche als Feldherren und Kriegshelden im kaiserlichen Heere zu Oesterreich und Habsburg in näherer Beziehung gestanden, bei welcher Gelegenheit – aber auch nur nebenbei – der Thatsache gedacht wird, daß wohl Sproßen des Hauses Hohenzollern unter Habsburg, aber nie Sproßen des Hauses Habsburg unter Hohenzollern gedient haben, woraus zum Theil – die vielen anderen Motive gehören nicht hieher – jene Bewunderung des Oesterreichers für sein Herrscherhaus zu erklären ist, welche der Recensent meines Werkes: „Habsburg und Habsburg-Lothringen“ im Literarischen Centralblatte von Zarncke (Jahrg. 1862) so geschmacklos findet, obgleich er den Werth meiner Arbeit im Uebrigen anerkennt. Welchem Oesterreicher würde es je einfallen, einem Preußen seine Anhänglichkeit für sein hohenzollern’sches Königshaus vorzuwerfen? Gehört das zur Kritik, vermindert jene Bewunderung, die mir meine schwere Arbeit angenehm machte, den Werth derselben? Das specifische Preußenthum, wenn es sich auf solche Abwege verirrt, scheint wahrhaftig schon an der Gehirnerweichung zu laboriren. Nach dieser abgedrungenen – Nothwehr – zurück [217] zu meinem Gegenstande. Seit vielen Jahrhunderten standen die Grafen und nachmaligen Fürsten von Hohenzollern zu Oesterreich.