BLKÖ:Izyk, Johann

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 10 (1863), ab Seite: 339. (Quelle)
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Izyk, Johann (Maler, geb. in Oesterreichisch-Schlesien 1788, gest. zu Kalwarya 1845). Er wurde auch Iżycki genannt. Trat sehr jung in das Bernhardinerkloster Kalwarya Zebrzydowska im Wadowicer Kreise Galiziens und zeigte in früher Jugend große Vorliebe für die Malerei, welche sich endlich dadurch kundgab, daß er den Mönchen im Kloster die Thüren, Fenster und anderen Gegenstände bemalte. Ohne Meister, selbst sich bildend und beharrlich auf das angestrebte Ziel lossteuernd, lebte er ununterbrochen in diesem berühmten – jährlich von 300.000 Pilgern besuchten – Wallfahrtskloster und malte für dasselbe und für viele Kirchen der Umgegend Altar-, Passions- und historische Bilder mit einer nicht gewöhnlichen Fertigkeit, ja mit künstlerischem Geschicke. So enthält die genannte Wallfahrtskirche zu beiden Seiten des Hochaltars zwei großartige Gemälde auf Leinwand. Das auf der rechten Seite stellt 3 Scenen dar: 1) „Wladislaw IV., umgeben von einem zahlreichen Gefolge, verrichtet sein Dankopfer für den bei Choczym erfochtenen Sieg“; 2) „Die Schlacht bei Choczym“; 3) „Die Vermälung Wladislaw’s IV. mit Cäcilia Renata“. Das Gemälde auf der linken Seite stellt dar den „Besuch des Kaisers Franz I. und seiner Gemalin mit zahlreichem Gefolge in der Kirche zu Kalwaria“. In den Stationscapellen auf Kalwaria sind die Passionsbilder sämmtlich[WS 1] von ihm; zu Neumarkt (Nowytarg) im Sandecer Kreise, am Zusammenflusse des weißen und schwarzen Dunajec, die Bilder der Seitenaltäre: „Die Verklärung Christi“ und „Der H. Valentin“, beide um 1830 gemalt; zu Tarnow in der bischöflichen Residenz eine „Kreuzigung Christi“ im großen Maßstabe; auch hat er die Passionsbilder zu Batrow nach den Originalen des Bernhardinermönches und berühmten Malers Franz Lexycki geschickt copirt. Seine Bilder verrathen ein ungewöhnliches Talent und lassen es wirklich bedauern, daß Izyk keinen geregelten Unterricht in der Kunst erhalten hat; weil er, wenn dieß der Fall gewesen wäre, ungleich Bedeutenderes als Künstler geleistet haben würde. Die ersten Nachrichten über diesen Autodidacten der Malerkunst, der im Alter von 57 Jahren starb, verdankt man dem um die polnische Kunstgeschichte, besonders jene Galiziens verdienten Forscher Joseph Łepkowski.

Rastawiecki (Edward), Słownik malarzów polskich tudzież obcych w Polsce osiadłych, d. i. Lexikon der polnischen wie auch der fremden, in Polen thätig gewesenen Maler (Warschau 1860 u. f., Orgelbrand, Lex. 8°.) Bd. I, S. 213.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: sämmlich.