BLKÖ:Jabłonowski, Stanislaus Vincenz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 10 (1863), ab Seite: 6. (Quelle)
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8. Stanislaus Vincenz (geb. 1692, gest. 25. September 1754). Sohn des Johann Stanislaus [Nr. 2] aus dessen Ehe mit Johanna Martha Marquise de Bethune und Bruder des Johann Cajetan [Nr. 1], Wojwoden von Braclaw; war Landbote verschiedener Woiwodschaften, stand anfangs zu dem ihm befreundeten König Stanislaus, für dessen Wahl er 1733 stimmte, später aber zu König August III.; wurde 1734 Wojwode von Rava, 1741 Ritter des spanischen goldenen Vließes und mit seinen Brüdern Johann Cajetan [Nr. 1] und Demetrius Hippolyt und seinem Vetter Joseph Alexander [3] von Kaiser Karl VII. mit Diplomen vom 16. April 1743, 30. April 1744 und 4. Juli 1744 in den Reichsfürstenstand erhoben. Der Fürst gab folgende Werke heraus: „Tacyt polski albo raczéy moralia Tacyta nad podchlebstwem“, d. i. Der polnische Tacitus [7] oder Sittensprüche des Tacitus über die Schmeichelei (Lemberg 1744, Druck, d. Jesuiten, 4°.), es ist dieß eine Uebersetzung von M. Amelot’s „Morale de Tacite sur la flatterie“; – ferner beschrieb er den denkwürdigen Feldzug seines Großvaters in der Bukowina im Jahre 1685 in 326 Ottavarime, welche unter dem Titel: „Pamiętne uprowadzenie woyska z cieśni Bukowinskiey r. 1685 uczynione“, d. i. Denkwürdige Befreiung des Kriegsheeres aus der Bedrängniß in der Bukowina im J. 1685 (Zamose 1745, 4°.), erschienen sind; – seine übrigen Schriften sind noch: „Męczeństwo S. Jana Nepomucena, d. i. Leben und Leiden des H. Johann von Nepomuk (Częstochau und Lemberg 1740, 4°.) – und „Siedm łez grzesnika pokutniącego z uwagami ascetycnemi“, d. i. Die sieben Thränen des bereuenden Sünders mit aszetischen Betrachtungen (Lemberg, 8°.). In gerader Linie von ihm stammt das jetzige Haupt der Familie, der Fürst Stanislaus (geb. 10. März 1799), ab, der dessen Urenkel ist. –