BLKÖ:König, Johann Paul

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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König, Johann
Band: 12 (1864), ab Seite: 219. (Quelle)
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König, Johann Paul (Landwirth und Fachschriftsteller, geb. zu Benisch in Oesterreichisch-Schlesien 11. November 1790, gest. zu Linz 2. Mai 1840). Sein Vater war Bürgermeister in der k. k. Bergstadt Benisch. Der Sohn besuchte die Gymnasial- und Humanitätsclassen, dann die Hochschule zu Olmütz, an welch letzterer er die juridischen Studien beendete. Im November 1815 trat er als Accessist bei dem Olmützer Magistrate ein; aber seiner Neigung für die Landwirthschaft folgend, bereitete er sich unter der Leitung des Professors Wobraska für eine Lehrkanzel aus derselben vor, erhielt sie nach mehreren Concursen im September 1816 an der theologischen Lehranstalt zu St. Pölten und wurde am 1. Februar 1823 zum Professor der Landwirthschaftslehre und Naturgeschichte am k. k. Lyceum zu Linz ernannt. Diese Stelle bekleidete er bis an seinen Tod. Mit seiner erfolgreichen Wirksamkeit als Landwirth Hand in Hand ging jene des Fachschriftstellers. Seine landwirthschaftlichen Arbeiten sind im Hesperus, in den Oekonomischen Neuigkeiten und anderen Fachblättern enthalten. Seiner Abhandlung „Ueber die Rindviehzucht“ wurde von der k. k. mährisch-schlesischen Gesellschaft des Ackerbaues der zweite Preis zuerkannt und sie mit der silbernen Gesellschafts-Medaille betheilt. Bei Lösung landwirthschaftlicher und auf das Gemeindewohl Bezug nehmender Fragen wurde K. auch amtlicherseits beigezogen, und 1833, als auf Allerh. Anordnung die Provinzial-Commissionen zur Beförderung des Handels und der Landwirthschaft zusammentraten, Mitglied jener für Oesterreich ob der Enns und Salzburg, und bei Errichtung des später als Museum Francisco-Carolinum genehmigten Vereins in Linz zur Mittheilung der Gesellschafts-Verwaltung als Ausschuß-Mitglied berufen. Von nicht zu fester Gesundheit, hatte zu große Anstrengung in seinem Berufe als Lehrer sein frühes Ende im Alter von 49 Jahren zu Folge.

Der Adler (politische Zeitschrift, begründet von Dr. Groß-Hoffinger in Wien, gr. 4°.) 1840, [220] S. 1269: Nekrolog. –