BLKÖ:König, Joseph Eustach

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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König, Seifried
Band: 12 (1864), ab Seite: 220. (Quelle)
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3. Joseph Eustach König (geb. zu Gratz 14. Jänner 1758, gest. ebenda 21. December 1795). Sohn des Gratzer Stadtrichters, der die Studien in Gratz und Wien beendete, und in letzterer Stadt die juridische Doctorwürde erlangte. In Gratz, wohin er zurückgekehrt die Advocatur ausübte, erwarb er sich bald den Ruf eines ausgezeichneten Rechtsgelehrten. Die Muße widmete er literarischen Arbeiten, und seine poetischen Beiträge, denen „Laune, Witz, Naivität, überhaupt der Geist eines Martial“ zugeschrieben wird, befinden sich in den von Kalchberg [Bd. X, S. 379] herausgegebenen „Früchten der vaterländischen Musen“ (Gratz 1789 und 1791). Auch ließ er eine metamorphosirte Geschichte der Erschaffung der Welt drucken, die aber nicht in das Publicum gekommen ist. Er förderte nach seiner Weise die Kunst und die Wissenschaft. Sein kleines Haustheater in seinem Weingarten nächst Eggenberg blieb nicht ohne Einfluß auf eine edlere Geschmacksrichtung; er besaß eine werthvolle Gemälde- und Stufensammlung und eine reiche mit den besten Werken der Literatur ausgestattete Bibliothek, die nach seinem Tode um viele Tausende verkauft wurde. Als er auf der Bahre lag, traf seine Adelserhebung ein. [Winklern (Johann Baptist von), Biographische und literarische Nachrichten von den Schriftstellern und Künstlern, welche in dem Herzogthume Steyermark geboren sind u. s. w. (Gratz 1810, Franz Ferstl, kl. 8°.) S. 106. – Kunitsch (Michael), Biographien merkwürdiger Männer der österreichischen Monarchie (Gratz 1805, Tanzer, kl. 8°.) Bdchn. II, S. 50. – Steiermärkische Zeitschrift. Redigirt von Dr. G. F. Schreiner, Dr. Albert v. Muchar, C. G. Ritter v. Leitner und A. Schrötter (Gratz, 8°.) Neue Folge, VI. Jahrgang (1840), Heft I, S. 103.] –