BLKÖ:Kenyeres, Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Kepiro, Samuel von
Band: 11 (1864), ab Seite: 168. (Quelle)
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Kenyeres, Joseph (Jesuit, geb. zu Steinamanger 24. Mai 1724, gest. 1805). Trat im Jahre 1743, 19 Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, wurde Doctor der Theologie und lag bis zur Aufhebung seines Ordens zu Tyrnau dem Lehramte aus verschiedenen Fächern ob. Nach Aufhebung des Ordens wurde Kenyeres zuerst Director der Akademie zu Kaschau, dann Canonicus zu Rosenau, und Abt U. L. F. zu Biers. Von ihm sind erschienen eine „Bekräftigung der unbefleckten Empfängniss Mariä“ (Tyrnau 1754, 4°.); – eine „Lobrede auf den heil. Ignaz“ (ebd. 1755, 4°.); – eine „Zurechtweisung des unter dem Titel „Recht des Staates auf die Kirchengüter“ erschienenen Libells“ (Kaschau 1792); die bisher angeführten Schriften sollen in deutscher Sprache abgefaßt sein; ihre bibliographischen Titel aufzufinden, ist mir aber nicht gelungen: ferner „Censura tentaminis demonstrationis trium propositionum“ (Budae 1790); – „Analysis libri: ad utramque aurem dicti“ Partes duae (1796, 8°.); nach Fejér hatte er auch das Buch: „Trenckii bilanx pondere vacua“ (1790, 8°.) verfaßt, welches jedoch Joh. Nep. Stöger in seinem Werke: „Scriptores Provinciae austriacae S. J.“, p. 171, dem Jesuiten Stephan Katona [169] zuschreibt. Alle die letztgenannten Werke sind ohne seinen Namen erschienen. – Ein Karl Kenyeres (geb. 1810, gest. zu Kronstadt 6. September 1863) gehört der Gegenwart an; er war k. k. Kreisgerichtsrath, und den wenigen Zeilen, in welchen seine Todesnachricht veröffentlicht wurde, stand beigefügt, daß er „als Botaniker und Mineralog ausgezeichnet“ gewesen. Er starb im Alter von 53 Jahren.

Scriptores facultatis theologicae, qui ad C. R. scientiarum universitatem Pestinensem ab ejus origine, a. 1635 ad annum 1858um operabantur (Pestini 1859, Gyurian, 8°.) p. 14. – Fejér (Georgius), Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac M. Theresianae regiae literaria (Budae 1835, Typis Reg. Scientiar. Universit. Hungaricae, 4°.) p. 83. [Die beiden vorbenannten Quellen über Joseph K.] – Wiener Zeitung (amtliches Blatt) 1863, Nr. 208, S. 667 [über Karl K.].