BLKÖ:Khünl, Jacob Rudolph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Khünigl, die Grafen
Band: 11 (1864), ab Seite: 237. (Quelle)
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Khünl, Jacob Rudolph (theologischer Schriftsteller, geb. zu Dürnholz in Mähren 10. December 1775, gest. zu Wien 25. August 1825). Beendete die philosophischen und theologischen [238] Studien an der Wiener Universität, widmete sich der Seelsorge und wurde zuerst Cooperator zu Fischament, dann zu Döbling und zuletzt in der Vorstadt Lichtenthal in Wien. Von dort kam Kh. in die erzbischöfliche Chur, fungirte als Cantor, Levit und Cooperator, zugleich war er Repetitor der Alumnen für Moral- und Pastoraltheologie. Im Jahre 1810 wurde er zum Domprediger bei St. Stephan, 1817 zum Professor der Moral- und Pastoraltheologie an der Wiener Universität und in dieser Eigenschaft zum fürstbischöflichen Consistorialrathe und Domherrn bei St. Stephan ernannt. Als theologisch-pädagogischer Schriftsteller thätig, hat Kh. nachstehende Werke herausgegeben: „Christlich-patriotische Reden zur Bekämpfung des bösen und Stärkung des guten Zeitgeistes“ (Wien 1815, 8°.); – „Feier häuslicher Feste: Eine Sammlung epigrammatischer, lyrischer und dramatischer Gedichte, frei bearbeitet nach der 8. Ausgabe des Jardin des enfans ou bouquets de famille“ (ebd 1806, Wallishausser, 12°.); – „Das Charwochenbuch der katholischen Kirche. In einer neuen Uebersetzung mit erklärender Einleitung und Anmerkungen herausgegeben“ (ebd. 1817, Wallishausser, 12°.); – „Ueber die Würde Jesu Christi und seine Kirche. Adventreden“ (Wien 1818, ebenda, 12°.); – „Fastenpredigten über die vier letzten Dinge, gehalten in der Pfarrkirche am Hofe 1823“ (ebd. 1824, Wimmer, gr. 8°., mit 1 Vign.) – „Fastenpredigten über die Sünden gegen den heiligen Geist; gehalten in der Pfarrkirche am Hofe 1824, sammt einer kurzen Abhandlung über denselben Gegenstand“ (Wien 1825, ebenda, gr. 8°., mit 1 Vign.). Kh. starb im kräftigen Mannesalter von erst 50 Jahren.

Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, Bernh. Friedr. Voigt. 8°.) III. Jahrg. (1825), S. 1634, Nr. 410. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. III, S. 191.