BLKÖ:Knobloch, Johann (Thierarzt)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Knoll, Albert
Band: 12 (1864), ab Seite: 158. (Quelle)
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2. Ein anderer Johann K. (geb. zu Böhmisch-Leipa um das Jahr 1750, Todesjahr unbekannt, lebte aber noch im Jahre 1817) beendete in Prag die medicinischen Studien und hörte auf Kosten der kaiserlichen Regierung unter Wolstein in Wien die Thierarzeneikunde. Im Jahre 1784 erhielt er an der Prager Hochschule ein Lehramt dieser Wissenschaft. Nach Wolstein’s Abgange von Wien wurde K. Director des Thierarzenei-Institutes daselbst, trat aber 1807 wegen mancherlei gegen ihn erhobenen Beschuldigungen von diesem Posten ab, auf welchen ihm Pessina folgte. Seine Stelle als Hofthierarzt behielt er noch bis 1817, in welchem Jahre er in Pension trat. Im Drucke erschien von ihm eine Uebersetzung des Werkes von Lafosse: „Cours d’Hippiatrique“ unter dem Titel: „Lehrbegriff der Thierarzeneikunst“, 4 Theile (Prag 1787 und 1788, 8°., mit K. K.), welches Wolstein mit einem Vorworte eingeleitet hat. Die vielen polemischen Noten des [159] Originals hat K. weggelassen. Jedoch soll diese Uebersetzung zum größeren Theile ein Werk seines Schülers Dr. Fechner sein. Ferner übersetzte er mehrere wichtigere Abhandlungen aus dem Gebiete der Thierarzeneikunde aus verschiedenen Sprachen und gab sie unter dem Titel: „Sammlung der vorzüglichsten Schriften aus der Thierarzeneikunst“, 2 Bde. (Prag 1785 und 1786, 8°.), heraus. Dlabacz in seinem „Künstler-Lexikon“ (Bd. II, Sp. 80) gedenkt seiner auch als eines sehr geschickten Violinspielers. [Biographisch-literarisches Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder u. s. w. Gesammelt von G. W. Schrader, vervollständigt und herausgegeben von Ed. Hering (Stuttgart 1863, Ebner u. Seubert, gr. 8°.) S. 227, Nr. 1008.]