BLKÖ:Krása (Glasharmonika-Virtuos)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Krása, Peter
Band: 13 (1865), ab Seite: 133. (Quelle)
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5.[WS 1] Krása. Der Taufname dieses merkwürdigen Menschen ist nicht bekannt. Wie die Leipziger „Musik-Zeitung“ des Jahres 1799, Nr. 26; S. 404, im Aufsatze „Etwas über den jetzigen Zustand der Musik in Spanien“ und nach dieser die von Emanuel Meliš redigirte čechische Musik-Zeitung „Dalibor“ berichtet, lebte K., ein geborner Böhme, im Jahre 1799 als Geistlicher in Madrid und war als Virtuos auf der Glasharmonika berühmt. Diese letztere hatte er sich selbst verfertigt und sie mit einem Pedal versehen. Er spielte auf ihr mit der linken Hand. Sein Vortrag auf ihr wie auf dem Piano war seelenvoll und entzückte jeden Zuhörer. Nur durch sein Spiel, erzählt man, soll er sein ansehnliches Kirchenamt erlangt haben. Er lebt nur für die Musik und „wo er geht und steht“, heißt es im Berichte, „schlägt er mit Händen und Füßen den Tact“. Einmal erfaßte ihn am Altare seine musikalische Begeisterung und ließ ihn seine kirchliche Function vergessen. Dergleichen Züge ließen sich noch viele über ihn melden. Weder Dlabacz noch Schilling und Schladebach gedenken seiner. Die Bemerkung, daß weder Dlabacz noch Schilling und Schladebach ihn kennen, welche Meliš im „Dalibor“ macht, ist wohl richtig; dafür nennt ihn aber Gerber, der Nestor aller Musik-Lexikographen und die Quelle der drei Obengenannten, in seinem „Neuen historisch-biographischen Lexikon der Tonkünstler“, Bd. III, Sp. 104, im Texte des Artikels Krassa. [Dalibor. Redaktor Em. Meliš (Prag, 4°.) 1862, Nr. 36, S. 283, im Aufsatze: „Historické a kritické drobnosti o českých hudebnicch“, d. i. Historische und kritische Kleinigkeiten von čechischen Musikern.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 4.